Drohnenabwehr So lassen sich Drohnen per Spektrumanalyse aufspüren
Mit der Spektrumanalyse lassen sich anhand des Ausbreitungsverhaltens elektromagnetischer Emissionen Drohnen detektieren. Aaronia bietet das System als mobile sowie als stationäre Lösung an.
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Nach vierjähriger Entwicklungszeit hat Aaronia mit dem „Drone-Detector“ eine Lösung vorgestellt, welche die hochfrequente Strahlung erfasst, die von den Bordsystemen der Drohnen sowie der Steuereinheit des Benutzers emittiert wird. HF-Signalortung kombiniert mit einem sogenannten Pattern-Trigger ermöglicht es, vor einer Drohne oder Drohnensteuerung in einem überwachten Bereich in Echtzeit zu warnen. Militärische Kommunikationsverbindungen nutzen oft Techniken, wie die Frequenzagilität, um die Wahrscheinlichkeit des Abfangens zu verringern. Anders bei den Drohnenherstellern: Sie versuchen, ein kostengünstiges, kommerzielles Produkt auf den Markt zu bringen.
Das hat zur Folge, dass zur Kommunikation mit dem Flugkörper preiswerte und kaum anspruchsvolle Nebensysteme eingesetzt werden, die keine verborgenen Qualitäten besitzen. Da der „Drone-Detector“ von Aaronia über eine leistungsfähigere Empfängeranlage verfügt als Drohnen und deren Steuereinheiten, verfügt er über eine größere Reichweite als andere verfügbare Drohnen-Detektionssysteme auf dem Markt.
Zwei Arten von 3-D-Richtantennen werden mit dem „Drone-Detector“ angeboten: Die „IsoLOG 3D 80-UWB“ und die „IsoLOG 3D 160-UWB“. Diese verfügt über acht Segmente mit 24 Antennen beziehungsweise 16 Segmente mit 48 Antennen. Beide decken den Frequenzbereich von 9 kHz bis 6 GHz ab. Auch Erweiterungen sind möglich, falls VLF unter 9 kHz und/oder eine Abdeckung von 6 bis 40 GHz benötigt werden.
Diese Antennen werden entweder von dem SPECTRAN XFR V5 Pro als tragbare Version oder dem RF Command Center für den stationären Einsatz betrieben. Beide decken den Frequenzbereich von 9 kHz bis 20 GHz ab und damit auch die Frequenzen, die üblicherweise für Drohnen- und Videolinks genutzt werden. Das sind normalerweise Frequenzen in den Bereichen 433 MHz, 900 bis 915 MHz, 1,3 GHz bis 2,4 GHz und 5,8 GHz.
So lassen sich Drohne und Betreiber orten
In seiner Standardausführung hat der „Drone-Detector“ eine Echtzeit-Bandbreite von 88 MHz. Optional kann diese bis auf 175 MHz erweitert werden. Mit den Grundkomponenten kann sich der Benutzer für verschiedene Variationen unterschiedlicher Komplexität entscheiden.
Die kleinste Variante des Systems enthält eine einzelne IsoLOG-3-D-Antenne sowie einen stationären oder einen portablen Spektrumanalysator. Das reicht aus, um einen kleinen Bereich zu überwachen. Wenn eine komplette mobile Lösung benötigt wird, kann das System auch auf einem Fahrzeug befestigt und mit Batterie betrieben werden. Die Antennen sind widerstandsfähig gegen Salzwasser oder Gischt und erlauben damit auch die Anbringung auf einem Wasserfahrzeug.
Wenn größere Bereiche abgedeckt werden müssen, lassen sich mehrere Antennen und Spektrum-Analysatoren an einem zentralen PC anschließen, der diese parallel verwaltet. Je größer die zu überwachende Fläche ist, desto mehr Antennen und Analysatoren müssen eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bedrohliches Signal empfangen wird, steigt mit mehreren Antennen. Deren Ergebnisse werden dann trianguliert, um detaillierte Informationen über die Position der Drohne beziehungsweise ihres Betreibers zu ermitteln.
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