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Die spezifischen und typischen HF-Signale
Das System wurde dazu konzipiert, spezifische und typische HF-Signale der Flugkörper zu detektieren, da sie deren Frequenzen und Charakteristiken überwachen. Aus diesem Grund werden keine falschen Alarme ausgelöst, wenn etwa der Drohnendetektor andere HF-Signale erfasst. Auch wenn das System mit mehreren Drohnen konfrontiert wird, kann es diese aufspüren – unabhängig davon, ob es sich bei den „Eindringlingen“ um denselben Typ oder um unterschiedliche Modelle handelt. Die durchschnittliche Zeit, die benötigt wird, um einen Flugkörper zu erfassen, liegt zwischen 10 Mikrosekunden und 500 Millisekunden.
Die notwendige Erfassungszeit richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Dazu zählen die Komplexität des eingesetzten Systems und der Anzahl der genutzten Antennen. Während eine freie Sichtlinie zwischen der Antenne und der Drohne beziehungsweise ihrem Benutzer die besten Ergebnisse gewährleistet, kann das System auch HF-Signale aufspüren, deren Ursprung von Bäumen, Gebäuden oder Menschenmengen verdeckt wird.
Das System ist passiv, da es keine eigenen Signale erzeugt. So wird die Kommunikation von Anlagen in der Umgebung nicht beeinträchtigt, wie etwa von nahegelegenen Flughäfen oder anderen kritischen Einrichtungen. Auch der Betreiber der Drohne bekommt keinen Hinweis darauf, dass sein Flugkörper geortet wurde. Außerdem wird die Systemleistung nicht von Dunkelheit oder schlechtem Wetter beeinflusst: Wenn die meteorologischen Bedingungen den Flug einer Drohne erlauben, dann kann sie auch jederzeit geortet werden.
* Thorsten Chmielus ist Vorstand bei der Aaronia AG in Strickscheid, Deutschland.
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