Drohnenabwehr

So lassen sich Drohnen per Spektrumanalyse aufspüren

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Spektrumanaylse: Abgedeckt werden Frequenzen, die üblicherweise für Drohnen- und Videolinks genutzt werden. Das sind normalerweise 433 MHz/900 bis 915 MHz/1,3 GHz/2,4 GHz und 5,8 GHz.
Spektrumanaylse: Abgedeckt werden Frequenzen, die üblicherweise für Drohnen- und Videolinks genutzt werden. Das sind normalerweise 433 MHz/900 bis 915 MHz/1,3 GHz/2,4 GHz und 5,8 GHz.
(Bild: Aaronia)

Die spezifischen und typischen HF-Signale

Das System wurde dazu konzipiert, spezifische und typische HF-Signale der Flugkörper zu detektieren, da sie deren Frequenzen und Charakteristiken überwachen. Aus diesem Grund werden keine falschen Alarme ausgelöst, wenn etwa der Drohnendetektor andere HF-Signale erfasst. Auch wenn das System mit mehreren Drohnen konfrontiert wird, kann es diese aufspüren – unabhängig davon, ob es sich bei den „Eindringlingen“ um denselben Typ oder um unterschiedliche Modelle handelt. Die durchschnittliche Zeit, die benötigt wird, um einen Flugkörper zu erfassen, liegt zwischen 10 Mikrosekunden und 500 Millisekunden.

Die notwendige Erfassungszeit richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Dazu zählen die Komplexität des eingesetzten Systems und der Anzahl der genutzten Antennen. Während eine freie Sichtlinie zwischen der Antenne und der Drohne beziehungsweise ihrem Benutzer die besten Ergebnisse gewährleistet, kann das System auch HF-Signale aufspüren, deren Ursprung von Bäumen, Gebäuden oder Menschenmengen verdeckt wird.

Das System ist passiv, da es keine eigenen Signale erzeugt. So wird die Kommunikation von Anlagen in der Umgebung nicht beeinträchtigt, wie etwa von nahegelegenen Flughäfen oder anderen kritischen Einrichtungen. Auch der Betreiber der Drohne bekommt keinen Hinweis darauf, dass sein Flugkörper geortet wurde. Außerdem wird die Systemleistung nicht von Dunkelheit oder schlechtem Wetter beeinflusst: Wenn die meteorologischen Bedingungen den Flug einer Drohne erlauben, dann kann sie auch jederzeit geortet werden.

Ergänzendes zum Thema
Der Drohnen-Detektor auf einen Blick

Mit dem Detektionssystem steht eine skalierbare und modulare Lösung zur Verfügung. Damit lassen sich sowohl Mikro- und Mini-UAVs erkennen, lokalisieren und identifizieren. Die Reichweite des Systems beträgt bis zu 3 km und funktioniert bei Nacht, Nebel und schlechtem Wetter. Erkannt werden Drohnen, die verdeckt zwischen Gebäuden, Industrieanlagen und Bäumen fliegen. Das System scannt 360 Grad; die verwendete Software identifiziert die Drohne mit Hilfe von sogenannten 3-D-Triggern und neuronalen Netzwerken.

* Thorsten Chmielus ist Vorstand bei der Aaronia AG in Strickscheid, Deutschland.

(ID:44299602)