LMR®-Kabel werden in verschiedensten Bereichen eingesetzt, von militärischer Kommunikation bis hin zur Überwachung von Krankenhausanlagen. Doch mit zunehmender Beliebtheit des Produkts wächst auch der Markt für gefälschte Komponenten.
Standard-LMR-Kabel: Die Nachfrage steigt stetig und damit die Gefahr von Fälschungen.
(Bild: PEI-Genesis)
Gefälschte LMR-Kabel bieten einerseits nur verminderte Leistung und andererseits stellen sie ein Sicherheitsrisiko dar, das zu kostspieligen Schäden führen kann. Jamal Hagi, HF-Experte und Ingenieur beim Elektrokabel- und Steckverbinderspezialisten PEI-Genesis, erklärt, wie man gefälschte oder geklonte LMR-Komponenten erkennen kann und warum der Kauf bei einem autorisierten Händler der beste Schutz vor Fälschungen ist.
Seit ihrer Markteinführung vor 30 Jahren haben sich LMR®-Kabel zu einer zuverlässigen und effizienten Alternative zu herkömmlichen steifen RG-Koaxialkabeln entwickelt. Ihre überragende Dämpfungsrate von 3,9 Dezibel (dB) pro 100 Fuß – um 3,6 dB besser als alternative Kabellösungen – ist einer der Hauptgründe für die Beliebtheit des Kabels, insbesondere für Anwendungen wie Militärkommunikation, wo Signalintegrität entscheidend ist.
Zunehmende Verbreitung von Fälschungen
Doch mit zunehmender Beliebtheit dieser Produkte wächst auch die Verbreitung geklonter oder gefälschter LMR-Produkte. Fälschungen scheinen zwar auf den ersten Blick Einsparungen zu bieten, aber sie erfüllen weder die Sicherheits- noch die Leistungsstandards der Originalprodukte.
Betrachten wir z. B. Kabel mit geringer Rauchentwicklung. Im Vergleich zu den Verbundwerkstoffen des Originalprodukts ist der Kunststoff in gefälschten Kabeln im Einsatz wesentlich weniger widerstandsfähig. Daher entsprechen Fälschungen weder der Norm UL 1581 für Durchschlagsfestigkeit noch IEC 61196 für mechanische und elektrische Zuverlässigkeit und es können zudem schädliche Gase freigesetzt werden, wenn sie während des Gebrauchs versagen.
Kostenintensive und gefährliche Ausfälle
Die Schwachstellen von gefälschten LMR-Kabeln sind bei der Installation nicht immer direkt sichtbar, aber sie werden nach der Inbetriebnahme schnell offensichtlich. Ein häufiges Problem ist der Verschleiß des Mantels, wobei die äußere Schicht unter UV-Einwirkung Risse entwickelt und sich vorzeitig zersetzt. Dadurch kann Wasser in das Kabel eindringen, welches dann in das Kabelgeflecht und nach unten zum Mittelleiter gelangt. Im Laufe der Zeit wird dies zu Rissen im Außenleiterband und zu Korrosion des Mittelleiters führen.
Ein weiteres ernstes Problem ist die Gefahr eines Durchschlags des Dielektrikums. Wenn das Dielektrikum aus minderwertigen Materialien gefertigt ist, wird es bei längerer Nutzung schnell seine isolierenden Eigenschaften verlieren. Dies führt zu Impedanzschwankungen und einem allmählichen Verlust der Signalintegrität. Elektrische Instabilität in gefälschten Produkten kann auch aufgrund mangelnder Dimensionstoleranz des Dielektrikums auftreten, so dass die Signalübertragung in unternehmenskritischen Systemen beeinträchtigt wird.
Gefälschte Komponenten sind außerdem langfristig kostspielig. Die durchschnittliche Preisdifferenz zwischen Fälschungen und LMR®-Originalkabeln beträgt 25 Prozent. Die Verwendung gefälschter Kabel in einem Projekt kann jedoch zu Kostensteigerungen von bis zu 75 Prozent führen, da die Kabel nicht so lange haltbar sind und bereits nach drei Jahren ausgetauscht werden müssen – im Vergleich zu 20 Jahren bei Originalprodukten.
So verifizieren Sie Ihr LMR-Kabel
Das Identifizieren von gefälschten Kabeln ist nicht immer einfach, besonders bei geklonten Produkten, die dem Original sehr ähnlich sehen. Einer der wichtigsten Identifikatoren ist die Times-Microwave-Systems-Kennzeichnung. LMR®-Originalkabel und ihre Rollen sind immer deutlich mit dem Firmennamen und dem Markenzeichensymbol in LMR® gekennzeichnet. Fehlende Kennzeichnungen sollten sofort ein Warnsignal sein. Fälschungen können auch irreführende Formulierungen wie „LMR®-Alternative“ oder „Äquivalent zu LMR®“ verwenden, um Käufer zu verwirren.
Sie sollten daher nach vier Schlüsselindikatoren Ausschau halten, um ihr Produkt zu verifizieren. Vergewissern Sie sich zunächst, dass der Name „Times Microwave Systems“ sowohl auf den Kabelmantel als auch auf die Rolle aufgedruckt ist. Prüfen Sie zweitens den offiziellen CAGE-Code (Commercial and Government Entity Code), der für Times Microwave Systems 68999 ist. Drittens: Prüfen Sie das Herstellungsland. Alle LMR®-Originalkomponenten werden in den USA hergestellt. Stellen Sie abschließend sicher, dass LMR® korrekt mit dem Markenzeichensymbol erscheint. Wenn Ihr Kabel eines oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllt, sollte es als verdächtig angesehen und vor der Installation genau untersucht werden.
Stand: 08.12.2025
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Beschaffung über vertrauenswürdige Distributoren
Als autorisierter Händler stellt PEI-Genesis sicher, dass jedes von uns gelieferte LMR®-Produkt echt ist. In Zusammenarbeit mit Times Microwave Systems bietet wir ein komplettes Sortiment an verlustarmen, störungsfesten Kabeln, die strengste militärische und industrielle Anforderungen erfüllen. Dazu gehören die Varianten LMR® 195-600 Standard, 900-1200, Ultraflex, LLPX und 75 Ohm. Alle diese Kabel entsprechen Normen wie MIL-C-17, TIA-329-C, IEC 61196 und NFPA 1221. Dadurch eignen sie sich für anspruchsvolle Umgebungen wie Notfalleinsatz, militärische Kommunikation und industrielle Installationen.
Die Kosten von gefälschten Kabeln gehen weit über den häufigeren Austausch hinaus. Sie umfassen zudem Ausfallzeiten, Sicherheitsrisiken und beeinträchtigten die Systemleistung. Durch die oben beschriebenen Verifizierungsschritte sowie den Erwerb von Original-LMR®-Kabeln bei vertrauenswürdigen Händlern wie PEI-Genesis können Unternehmen sicherstellen, dass sie das echte Produkt verwenden, das hoher Umgebungsbeständigkeit und stabile Leistung bei einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren bietet.
Weitere Informationen zu den bei PEI-Genesis angebotenen Times-Microwave-LMR-Produkten stehen auf der Produktseite von PEI-Genesis. PEI Genesis bietet zudem ein Whitepaper über folgenden Link an. (mk)