Stromversorgung

So erhöhen Combiner-Boxen die Verfügbarkeit von PV-Anlagen

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Mittels Thermografie die Verlustleistung aufdecken

Die dritte Methode aus der Schaltgerätenorm, mit der die Verlustleistung ermittelt wird, ist die Thermografie. Der GAK wird im Labor unter Nennlast beansprucht und eine Infrarot-Kamera nimmt die Erwärmung als Thermografie-Bild auf.

Dieses Verfahren zeigt die Verlustleistung farblich an, sodass auch Hotspots schnell visualisierbar sind. Die normale Umgebungstemperatur von etwa 22 °C wird als Hintergrund dunkelblau dargestellt (Bild 2 links). Je heller die Farbe, desto heißer ist der Bereich; die Temperatur kann bis über 95 °C betragen.

Aufbau und Anordnung der Komponenten können durch die Thermografie-Aufnahme im Hinblick auf eine gleichmäßige Wärmeverteilung optimiert werden.

Die einzelnen Bereiche sind gleichmäßig erwärmt, sodass Hotspots nicht entstehen (Bild 2 rechts). Die einzelnen Komponenten werden thermisch nicht mehr überlastet. Auf diese Weise kann der Anschlusskasten auch unter thermischen Gesichtspunkten langlebig ausgelegt werden.

Im Rahmen dieses optimierten Temperatur-Managements lässt sich auch die Kondensation reduzieren, die durch einen hohen Temperaturunterschied zwischen Generatoranschlusskasten und Umgebung entsteht.

Druckausgleichselemente oder passive Kühlung sind hier mögliche Maßnahmen, die entsprechenden Erfolg bringen. Bevorzugt werden sollten dabei wartungsfreie Maßnahmen wie beispielsweise der Einsatz von Druckausgleichselementen. Damit wird der Wartungsaufwand der Gesamtanlage spürbar reduziert.

Entsprechend der Schaltgerätenorm wird der GAK nach dem Engineering und der Produktion abschließend einem umfangreichen Endtest unterzogen. Hierdurch lassen sich mögliche Fehler bei der Montage erkennen und beheben.

(ID:42607052)