Die Ladesteuerung EVCC Basic von Phoenix Contact – EVCC steht dabei für Electric Vehicle Charge Control – ermöglicht diese Kommunikation. Die Steuerung integriert alle Funktionen, die ein einfacher Ladepunkt im Heimbereich benötigt: interne Stromversorgung, Ansteuerung der LEDs und der Verriegelungseinheit im Ladestecker, Freigabesignale, RS485-Schnittstelle zur Fernsteuerung sowie ein Notentriegelungsmodul, das bei einer Stromunterbrechung – etwa bei einem Stromausfall – den Stecker in der Infrastruktur-Ladedose wieder entriegeln kann. Außerdem benötigt die Steuerung noch ein Schütz für das Schalten des Ladestroms und – je nach Ausführung – eine Infrastruktur-Ladedose (Bild 2) oder ein festangeschlossenes Kabel mit einem Infrastruktur-Ladestecker.
Bildergalerie
Die Ausgänge lassen sich kundenspezifisch konfigurieren. So können etwa LEDs angeschlossen werden, die den Ladestatus „Fehler“, „Verbunden“ und „Laden“ anzeigen. Über digitale Eingänge kann ein Schlüsselschalter, ein RFID-Lesegerät oder ein Taster für die Ladefreigabe und Ladeendung angebracht werden. All diese Komponenten werden auf eine Hutschiene gesetzt, miteinander verbunden und in einem kleinen Schaltschrank verbaut. Auf diese Weise entsteht eine Kompakt-Ladestation, die alle wesentlichen Funktionen zum Laden eines Elektrofahrzeugs für die Anbringung in der Garage oder im Carport erfüllt.
Normative Fehlerschutzanforderung
Laut IEC 61851-1 soll jeder Ladepunkt mit einem FI (Fehlerschutzschalter) Typ A für die Detektion eines Fehlerstroms von 30 mAAC gesichert sein. Außerdem wird normativ gefordert, dass auch ein Fehlerstrom von 6 mADC erkannt wird. Dieser Fehlerstrom – 6 mADC – kann durch den Anschluss einer unbekannten Last beim Laden entstehen und den FI Typ A erblinden lassen. Die Ladestation muss in solch einem Fall die Ladung unmittelbar abbrechen. Dies bedeutet, dass die Ladestation entweder mit einem FI Typ B oder mit einer Kombination aus FI Typ A und einer entsprechenden Sensorik ausgestattet werden muss. Hierzu bietet sich das Differenz-Fehlerstrommodul EV RCM von Phoenix Contact an (Bild 3), das den bereits in der Verteilung vorhandenen FI Typ A ergänzen kann.
Durch das Zusammenspiel mit der Ladesteuerung EVCC Basic kann ein automatisierter Ablauf bei einer Fehlerdetektion erfolgen. Wird ein Fehlerstrom von 6 mADC erkannt, der zum Beispiel durch einen Isolationsfehler im Fahrzeug verursacht wurde, wird die Ladung unterbrochen und die Ladesteuerung geht in den Fehlermodus. Wenn die Verbindung zwischen Fahrzeug und Ladestation nicht mehr besteht, wird die Ladesteuerung zurückgesetzt und ein automatischer Selbsttest des Moduls EV RCM erfolgt. Die Ladestation ist dann für ein neues Fahrzeug wieder ladebereit. Auf diese Weise werden die Aufwände für Service-Einsätze vermieden und die Anlagenverfügbarkeit wird deutlich erhöht.
Mehr Funktionen für den Heimbereich
Dank entsprechender Schnittstellen und Konfigurationsmöglichkeiten kann die Ladesteuerung EVCC Basic über das einfache Laden hinaus weitere Anforderungen im Heimbereich erfüllen. Zur Fernüberwachung und -Konfiguration steht die RS485-Schnittstelle zur Verfügung, die über eine Modbus-RTU-Kommunikation die Informationen über den Ladevorgang – Ladestatus, aktueller Ladestrom oder Verbindungszeit zwischen Ladestation und Fahrzeug – erfassen kann. Auch eine Anpassung des Ladestroms kann darüber vorgenommen werden.
Wenn sich die Lastspitzen mit den Lasten der Haushaltsgeräte – Waschmaschine, Trockner, Elektroherd – überlagern und es zu einer Überlastung kommen kann, ist Lastmanagement gefordert. Lastmanagement ist auf unterschiedliche Weise möglich: zum Beispiel über die indirekte Anbindung an ein Heimautomatisierungssystem oder den Anschluss eines Energiezählers. Unter Berücksichtigung der in Betrieb genommenen Haushaltsgeräte kann der Ladestrom auf 6 bis 63 A eingestellt werden, um mit den anderen Verbrauchern im Haushalt abgeglichen zu werden. Werden mehrere Haushaltsgeräte zeitgleich betrieben, so wird der Ladestrom auf 16 A eingestellt. Werden die Geräte nicht genutzt – etwa in der Nacht – kann der Strom zum Laden des Elektrofahrzeugs entsprechend erhöht werden.
Eine wichtige Anforderung ist auch die Anbindung der Ladestation an das Automatisierungssystem des Smart Home (Bild 4). Neben der Steuerung von Beleuchtung, Fensterrolladen, Fußbodenheizung, Temperaturregulierung und Garagentor tritt auch der Wunsch, den Ladevorgang des Elektrofahrzeugs zu überwachen, immer deutlicher zu tage. Durch die RS485-Schnittstelle wird die Integration in das Automatisierungssystem des Smart Home möglich. Außerdem lässt sich die Ladesteuerung über Schaltaktoren an ihren digitalen Eingängen von einem übergeordneten System aus ansteuern.
Alle Komponenten für die Ladeinfrastruktur
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Ladeinfrastruktur für die Akzeptanz der E-Mobilität maßgeblich im Heimbereich ausgebaut werden muss – dort wird die Nachfrage nach Ladestationen stärker wachsen als im öffentlichen Bereich. Für ein normenkonformes und sicheres Laden werden nur wenige Komponenten benötigt: Eine Ladesteuerung wie EVCC Basic, ein Installationsschütz, eine Infrastruktur-Ladedose oder ein Infrastruktur-Ladestecker. Optional kann das Differenz-Fehlerstrommodul EV RCM für die normative Schutzanforderung eingesetzt werden, falls ein FI Typ A in der Vorinstallation vorhanden ist. Mit der flexiblen und leicht konfigurierbaren EVCC Basic ist eine Ladesteuerung am Markt, mit der kundenspezifische Ladestationen auf einfache Weise umgesetzt werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Phoenix Contact bietet mit seinem breiten Produktspektrum nahezu alle Komponenten für die Ladeinfrastruktur an. Falls die Funktionalität der Ladesteuerung EVCC Basic für den Einsatz im öffentlichen Bereich nicht ausreicht, kann die erweiterte Ladesteuerung EVCC Advanced aus der Produktreihe EV Charge Control eingesetzt werden.
* M. Sc. Linda Cam ist Produktmarketing Control bei der Phoenix E-Mobility GmbH in Schieder-Schwalenberg.