Industrielle Automatisierung SMC eröffnet neues Zentrum für vernetzte Entwicklung im Silicon Saxony

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Mitten im High-Tech-Cluster Dresden schafft der Automatisierungsspezialist SMC einen neuen Raum für die Industrie. Im frisch eröffneten Industrial Application Center testen auf 180 Quadratmetern Ingenieure und Anwender gemeinsam, wie die Fabrik der Zukunft funktioniert. So sollen Entwicklungszyklen verkürzt werden.

Vernetzte Entwicklung: Im neuen Industrial Application Center in Dresden arbeiten Anwender und Experten Hand in Hand an der Automatisierung von morgen.(Bild:  SMC Deutschland)
Vernetzte Entwicklung: Im neuen Industrial Application Center in Dresden arbeiten Anwender und Experten Hand in Hand an der Automatisierung von morgen.
(Bild: SMC Deutschland)

Das Konzept unterscheidet sich deutlich von klassischen Testzentren oder reinen Showrooms. Im Fokus steht die unmittelbare Machbarkeit: Besucher betrachten Komponenten nicht isoliert in Vitrinen, sondern erleben sie im realen Betrieb. Das IAC simuliert typische Szenarien aus dem Produktionsalltag. Hier greifen elektrische Achsen, Zylinder, Sensoren und Vakuumsysteme ineinander, Schaltungen werden live geschaltet und Steuerabläufe demonstriert. Dieser Ansatz ermöglicht es Ingenieuren und Planern, potenzielle Schwachstellen in der Konzeption sofort zu erkennen und komplexe Abläufe noch vor der Implementierung in der Werkhalle zu optimieren.

Kurze Wege im Cluster der Mikroelektronik

Die Standortwahl ist eine strategische Entscheidung, um nah an den Kunden zu sein. „Dresden gehört zu den wichtigsten Mikroelektronikstandorten Europas. Wir schaffen hier einen Ort, an dem End‑User, Maschinenbauer und SMC Expertinnen und Experten gemeinsam an technischen Lösungen arbeiten können“, sagt Robert Angel, Managing Director SMC Deutschland GmbH. Die räumliche Nähe zu den Akteuren im Silicon Saxony soll Hürden abbauen und die Zusammenarbeit intensivieren. „Das IAC verfolgt als zentraler Innovationshub das Ziel, Abstimmungsprozesse zu beschleunigen und Wissenstransfer zu stärken, damit frühe Entscheidungen klar in Richtung zukunftsweisender, umsetzungsorientierter Ergebnisse gelenkt werden können“, so Angel weiter.

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Das Angebot richtet sich gezielt an Schlüsselindustrien, die in der Region stark vertreten sind: von der Halbleiterfertigung über die Automobilindustrie bis hin zum klassischen Maschinenbau und der Lebensmittelverarbeitung. Die Räumlichkeiten sind darauf ausgelegt, Workshops, Projektbesprechungen und technische Schulungen zu beherbergen. Statt langer E-Mail-Verläufe über Spezifikationen setzen die Verantwortlichen auf das gemeinsame Erarbeiten von Anforderungen am „lebenden Objekt“. Ziel ist es, Applikationen von Beginn an passgenau zu entwickeln und Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Flexible Expertise für Kundenprojekte

Betreut wird das neue Zentrum von einem festen Kernteam vor Ort. Die Struktur bleibt jedoch flexibel: Je nach Komplexität und Fachgebiet eines Kundenprojekts zieht SMC weitere Spezialisten aus der Region hinzu. So gewährleistet das Unternehmen, dass für jede spezifische Fragestellung, sei es in der Pneumatik, der Sensorik oder der elektrischen Antriebstechnik, die passende Expertise am Tisch sitzt.

„Unser Anspruch ist es, einen Raum zu schaffen, in dem industrielle Herausforderungen nicht nur besprochen, sondern im direkten Zusammenspiel von Applikation, Engineering und Praxis greifbar werden“, erklärt Matthias Ronacher, Senior Vice President Direct Sales. „So entsteht ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der technische Tiefe, direkte Interaktion und reale industrielle Bedingungen wirkungsvoll miteinander verbindet.“

Mit dem Dresdner Standort ergänzt SMC sein bestehendes Zentrum am deutschen Hauptsitz in Egelsbach, für das bereits ein virtueller 360-Grad-Rundgang existiert. Die Vernetzung der beiden Standorte soll die anwendungsorientierte Entwicklungsarbeit deutschlandweit stärken. (mc)

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