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„Die Produktion von MEMS-Mikrofonen ist sehr, sehr einfach“
Wie aufwendig ist die Produktion dieser Mikrofone?
Sie ist sehr, sehr einfach. Es ist eine klassische Siliziumtechnologie, wie man sie kennt. Die MEMS-Strukturierung ist seit zehn bis fünfzehn Jahren etablierte Technologie. Und daher sind große Stueckzahlen in Standardprozessen eine logische Weiterentwicklung der Technologie und der Anwendungen, wie man sie aus dem Automobilbereich kennt. Man nutzt im Wesentlichen die komplette Infrastruktur der Mikroelektronik, der klassischen Mikrosystemfertigung und der Verpackungsindustrie in diesem Bereich und bringt da ein weiteres Produkt ein.
Sehen Sie für diese Mikrofone auch eine Zukunft im Broadcasting- und im Professional-Audio-Bereich?
Im Studiobereich wird man vermutlich bei der konventionellen Technik bleiben. Da kommt es auch nicht auf die Größe an. Wo dieser Trend aber einsetzen wird, ist im Bereich von Sprach- und Konferenzschaltungssystemen. Dort kann man mit Hilfe von vielen Mikrofonen über Phasenunterschiede erkennen, wo jemand sitzt. Und in diesem Bereich wird das groß herauskommen. Auch die Noise Cancellation von Headsets und Konferenzsystemen wird ein eindeutiger Treiber sein.
Sicherheitsdienste werden sich sicher auch für diese Technik interessieren...
Ja, weil sie sehr klein und sehr energiesparend ist. Die Anbindung von Leuten an ihre Umwelt über Funksysteme wird auch ein Trend werden.
Wie hoch ist denn der Energiebedarf solcher Mikrofone?
Man spricht hier von einigen hundert Mikro-Ampère im Betrieb. Das ist schon sehr, sehr wenig. Man kann den Bedarf noch weiter reduzieren, in dem man diese Systeme schlafen legt, wenn sie nicht benötigt werden. Mit solchen intelligenten Loöungen kann man in batteriebetriebenen Systemen Energie sparen.
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