12 Bit und vier Kanäle Oszilloskop SDS7000A mit verbessertem Prozessor

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit dem SDS7000A bringt Siglent sein aktuelles Flaggschiff-Oszilloskop auf den Markt. Auf vier analogen oder 16 digitalen Kanälen bietet das Messgerät eine Auflösung von 12 Bit.

Vier analoge und 16 digitale Eingänge: Das SDS7000A von Siglent bietet eine Auflösung von 12 Bit und eine maximale Abtastrate von 20 GS/s.(Bild:  Siglent)
Vier analoge und 16 digitale Eingänge: Das SDS7000A von Siglent bietet eine Auflösung von 12 Bit und eine maximale Abtastrate von 20 GS/s.
(Bild: Siglent)

Vier analoge Eingänge mit Bandbreiten von 3 und 4 GHz sowie 16 digitale Kanäle bietet das neue Flaggschiff SDS7000A von Siglent. Wie viele Oszilloskope auf dem Markt bietet auch das Messgerät von Siglent eine vertikale Auflösung von 12 Bit, die über das analoge Frontend in Hardware umgesetzt wird. Die maximale Abtastrate wird vom Hersteller mit 20 GS/s und der Standard-Erfassungsspeicher mit 500 MPunkten pro Kanal angegeben. Dieser kann auf 1 GPunkt/Kanal erhöht werden.

Das Grundrauschen beträgt 220 µVrms bei einer Bandbreite von 4 GHz. Die Kurvenerfassungsrate erreicht bis zu 1 Mio. wfm/s. Dadurch kann die Zeit bis zur Erkennung von abnormalen Ereignissen verkürzt werden.

Signale schnell erfassen

Die Abtastrate von 20 GSa/s ermöglicht die Erfassung schneller Signaländerungen mit hoher Wiedergabetreue. Die Abtastung erfolgt über einen A/D-Wandler mit einer Auflösung von 12 Bit. Dadurch werden Quantisierungsfehler im Vergleich zu 8-Bit-Oszilloskopen reduziert. Entwickler können bei den Kurven mehr Details erkennen. Außerdem ermöglicht die 12-Bit-Auflösung eine genauere Messung der Signalamplitude. Das ist insbesondere bei der Messung kleiner Signale oder Signale mit geringer Amplitudenänderung wichtig.

Mit einer Speichertiefe von bis zu 1 GPunkt/Kanal können Signalfolgen von bis zu 50 ms bei maximaler Abtastrate lückenlos erfasst werden. Such-, Navigations- und Analysewerkzeuge erleichtern die Auswertung und Analyse der gesamten gespeicherten Kurve.

Verbesserte Prozessor-Plattform

Im Oszilloskop arbeitet ein x86-Prozessor. Dieser verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit, die Mess-, Betriebs- und Analysegeschwindigkeit.(Bild:  Siglent)
Im Oszilloskop arbeitet ein x86-Prozessor. Dieser verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit, die Mess-, Betriebs- und Analysegeschwindigkeit.
(Bild: Siglent)

Der Prozessor des Oszilloskops SDS7000A wurde von Siglent komplett erneuert. Der Einsatz eines x86-Prozessors verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit, die Mess-, Betriebs- und Analysegeschwindigkeit des Systems erheblich und bietet mehr Möglichkeiten für eine zukünftige Erweiterung der Analysefunktionen.

Analysieren Entwickler High-Speed-Systeme oder charakterisieren schnelle Kommunikationssignale, dann helfen Augendiagramme. Die Qualität des Systems kann durch Beobachtung des Einflusses von Intersymbol-Übersprechen, Rauschen und Bandbreite bewertet werden.

Die Jitter-Analyse charakterisiert die statistische Verteilung kleiner Zeitänderungen in einem System und wird häufig zum Debuggen digitaler Kommunikationssysteme und der High-Speed-Signalübertragung verwendet. Das Oszilloskop SDS7000A-Serie unterstützt automatische Messungen der wichtigsten Parameter zur Jitter- und Augendiagrammcharakterisierung. Einfache Konfiguration und die automatisierten Messungen beschleunigen das Debuggen und Vereinfachen das Testen von Entwicklungen.

Analyse der Protokollkonformität

Das SDS7000A ist eine eingebettete Konformitätsprüflösung zur Analyse von Systemen in Bezug auf Kommunikationsstandards wie USB 2.0, 100base-TX, 1000base-T, 100base-T1 und 1000base-T1. Der Benutzer kann die Testelemente flexibel konfigurieren und die Software steuert das Oszilloskop und die Testhalterung, um den Test automatisch auszuführen und die Testergebnisse (Pass/Fail) nach dem Vergleich mit dem Referenzstandard automatisch auszugeben.

Zubehör: Aktiver Differenztastkopf bis 5 GHz

Siglent bietet mit dem SAP5000D einen aktiven Differential-Tastkopf mit einer Bandbreite von 5 GHz an. Der Tastkopf bietet ein geringes Rauschen und eignet sich daher für eine detaillierte Signalanalyse. Sein hoher Eingangswiderstand und seine niedrige Eingangskapazität sorgen dafür, dass die Belastung des Messobjekts durch das Messsystem minimiert wird.

Der aktive Tastkopf SAP5000D verwendet die Siglent SAPBus-Schnittstelle und ist daher für Oszilloskope einschließlich der Serien SDS5000X, SDS6000A und SDS7000A geeignet. Diese Tastköpfe benötigen keine zusätzliche externe Stromversorgung und werden vom Oszilloskop automatisch erkannt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:49799340)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung