Batteriekontakte Sicherer Kontakt an vielen Stellen
In den unterschiedlichsten Varianten erhältlich, lösen Batteriekontakte manches Kontaktierungsproblem in Produkten der Medizintechnik, Telekommunikation und Industrie. Sie sind immer dort gefragt, wo es auf hohe Zuverlässigkeit bei widriegen Bedingungen ankommt.
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In den letzten Jahren haben Federkontakte und inbesondere Batteriekontakte an Bedeutung gewonnen, da die Qualitätsanforderungen der Entwickler an die Kontaktierung gewachsen sind. Batteriekontakte zeichnen sich durch eine Lebensdauer von bis zu 500.000 Zyklen bei konstanten elektrischen und mechanischen Eigenschaften aus. Gleichzeitig übertragen sie Ströme von 5 bis zu 30 A bei einem Übergangswiderstand von bis zu 5 mΩ. Dadurch behaupten sie sich gegen konkurrierende Lösungen wie Flachbandkontakte und Steckverbinder.
Batteriekontakte sind eine Weiterentwicklung der Federkontaktstifte, die seit über 20 Jahren im Boardtest iverwendet werden. Durch neue Produktionstechniken lassen sich kundenspezifische ebenso wie Standardkontakte immer kostengünstiger herstellen. Ihre Domäne haben Batteriekontakte vor allem dort, wo es bei der Kontaktierung auf besondere Zuverlässigkeit auch unter widrigen Bedingungen ankommt.
Typische Anwendungen für Batteriekontakte sind:
- Verbinden von Leiterplatten, Bauelementen und Programmierschnittstellen.
- Akkulade-Vorrichtungen für Funkgeräte, Mobiltelefone und andere mobile Geräte.
- Verbindung zwischen einer Kamera und dem Objektiv.
- Umschalter zwischen interner und externer Antenne eines Funkgeräts.
- Abrissfreie Strom- und Signalübertragung für portable medizintechnische Anwendungen.
Weil Batteriekontaktstifte an vielen Stellen zum Einsatz kommen, wurden sie für den Einbau senkrecht zu einer Leiterplatte entwickelt. Die meisten Ausführungen haben einen Flansch an der Stifthülse, der nicht nur die Einbauhöhe der Stifte konstant hält, sondern auch ihre Position senkrecht zur Leiterplatte oder anderen Einbauflächen aufrechterhält. Der Flansch kann in beliebiger Höhe auf der Stifthülse angeordnet sein: an ihrer Spitze (ermöglicht einen flachen Aufbau) ebenso wie an ihrem Ende (Montage von der Unterseite).
Neben Batteriekontaktstiften mit Flansch sind auch Versionen mit Einpressringen als Standard verfügbar. Erhältlich sind zudem mit einem Gewinde versehene Hülsen, die auf beiden Seiten einen Kontaktstift haben, sowie Hülsen mit Pfosten oder mit Bohrungen an der Rückseite. Insgesamt gibt es Dutzende von Ausführungen.
Batteriekontakte sind meist senkrecht eingebaut
Die meisten Batteriekontakte sind senkrecht eingebaut. Sie liegen entweder auf dem Hülsenflansch auf oder werden in eine Durchkontaktierung gedrückt, wobei der Flansch als Anschlag dient. Die Kontakte lassen sich dann auf mehrere Arten befestigen z.B. druch Löt-Pads, durch Lötbahnen verbundene Durchkontaktierungen und diverse andere Lötverbindungen. Eine Montage im Reflow-Lötprozess ist ebenfalls möglich. Neben der Durchsteckmontage sind auch Batteriekontakte zur SMD-Oberflächenmontage erhältlich. Diese Einbauart wird von vielen Anwendern geschätzt, da sich die Bauteile hiermit kostengünstig bestücken lassen.
Auch eine Montage zwischen zwei Trägerplatten ist durchaus eine interessante Möglichkeit für viele Entwickler. Die Platten lassen sich aus verschiedenen Kunststoffen herstellen, so dass sie sowohl auf Leiterplatten als auch andernorts montierbar sind. Sie können entweder Bestandteil des Endprodukts sein oder nur zur Montage benutzt und nach dem Lötprozess wieder entfernt werden. Durch Vorverzinnung sind Komplettlösungen für den Produktionsprozess möglich.
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