Straßenbeleuchtung Sensoren und Lichtmanagement für die moderne Stadt

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Eine attraktive Straßenbeleuchtung muss in erster Linie allen Verkehrsteilnehmern ausreichende Sichtverhältnisse ermöglichen. Zudem sollen sich die Betriebskosten für Strom und Wartung reduzieren sowie negative Umwelteinflüsse vermieden werden. Wie eine LED-Leuchte mit standardisierter Schnittstelle helfen kann.

Für Fußgängerüberwege eignet sich eine Lichtsteuerung, die einzelne Lichtpunkte mit direkter Mobilfunkanbindung überwacht.(Bild:  Frieder Blickle fuer WE-EF)
Für Fußgängerüberwege eignet sich eine Lichtsteuerung, die einzelne Lichtpunkte mit direkter Mobilfunkanbindung überwacht.
(Bild: Frieder Blickle fuer WE-EF)

Moderne Straßenbeleuchtung steht an der Spitze der technischen Entwicklung, und für Elektronikentwickler bietet sie eine Fülle spannender Möglichkeiten. Lichtmanagementsysteme von heute sind nicht nur dazu gedacht, allen Verkehrsteilnehmern optimale Sichtverhältnisse zu bieten, sie senken auch Betriebskosten und Umweltbelastungen, was sie zu einem entscheidenden Faktor für die Modernisierung von Städten macht. Die Brancheninitiative licht.de hebt hervor, wie intelligente Beleuchtungslösungen, die LED-Technologie und ausgeklügelte Steuerungssysteme nutzen, die Anforderungen moderner Stadtlandschaften erfüllen.

Autarke Lichtsteuerung mit Sensoren

Ein praktischer Ansatz, der bereits erfolgreich umgesetzt wird, ist die autarke Lichtsteuerung. Hierbei werden an den Leuchten Bewegungssensoren installiert. Das sind häufig Infrarot- oder Mikrowellensensoren. Diese Sensoren sind so positioniert, dass sie den Bereich rund um die Leuchte abdecken und Veränderungen im Bewegungsmuster feststellen können. Sobald sie einen Verkehrsteilnehmer erkennen, aktivieren sie gezielt die zugehörigen Leuchtengruppen. Diese Systeme sind ideal für naturnahe Wege und Wohngebiete, da sie ohne große Investitionen Energie einsparen und Lichtimmissionen verringern.

Eine weitere Möglichkeit zur Optimierung bestehender Beleuchtungssysteme ist die Gruppensteuerung im Schaltschrank. Diese kostengünstige Lösung nutzt moderne Steuerungstechnik, um Leuchtenstränge effizient zu überwachen und zu steuern. Durch den Einbau in bestehende Schaltschränke lassen sich zahlreiche Zusatzfunktionen integrieren, wie beispielsweise Stromzähler und die Erkennung von Leckströmen.

Mehr Flexibilität mit Zhaga-Schnittstelle

Falls mehr Flexibilität erforderlich ist, steht die Einzellichtpunktsteuerung zur Verfügung. Mit jedem einzelnen Leuchtenbestandteil, versehen mit einem eigenen Steuercontroller, häufig über eine Zhaga-Schnittstelle verbunden, wird eine präzise Überwachung und Steuerung ermöglicht. Die Integration von GPS erleichtert es Städten, einzelne Lichtpunkte zu verwalten und den Wartungsaufwand zu reduzieren.

Die Wahl zwischen Mobilfunkanbindung und lokalem Funknetzwerk ermöglicht es Entwicklern, das System optimal an die spezifischen Anforderungen anzupassen. Während die direkte Mobilfunkanbindung ideal für isolierte Standorte ist, bietet das lokale Funknetzwerksystem bei großflächigen Sanierungen erhebliche Kostenvorteile.

Eine typische Anwendung ist die Überwachung von Leuchten an Fußgängerüberwegen. Defekte Leuchten werden automatisch dem Lichtmanagementsystem gemeldet, die Kommune kann sie zeitnah entsprechend warten und das auch dokumentieren. Dagegen haben Lichtmanagementsysteme mit lokalem Funknetzwerk Vorteile bei großflächigen, zusammenhängenden Sanierungen. Sie bringen eine deutliche Kostensenkung, ihre Planung und koordinierte Inbetriebnahme sind jedoch aufwendiger.

Effizienteres Licht und geringere Betriebskosten

Durch diese innovativen Ansätze können Elektronikentwickler urbane Räume effizienter gestalten und gleichzeitig die Betriebskosten senken. Die intelligente Kombination aus technischen Details und umweltfreundlichem Design zeigt, wie Städte durch den Einsatz moderner Beleuchtungssysteme zukunftsfähig werden können. Teilnehmer von Vorträgen zu diesem Thema erwartet ein tiefer Einblick in die praktischen Anwendungen dieser fortschrittlichen Systeme und deren Potenzial, den städtischen Alltag wesentlich zu verbessern. (heh)

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