Sensorik 4.0 Sensoren einfach per Tablet kalibrieren und parametrieren

Redakteur: Franz Graser

Die Industrie 4.0 stellt hohe Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeiten von Sensoren. Die Firma Pepperl+Fuchs zeigt mit der Konzeptstudie SmartBridge, wie Smartphones und Tablets als komfortable drahtlose Bedieneinheiten für industrielle Sensoren genutzt werden können.

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Die SmartBridge-App wird auf einem Tablet-PC oder Smartphone installiert. Nach dem Starten der App erscheint ein Auswahlmenü. Alle in Reichweite befindlichen Sensoren werden aufgelistet. Nach Anwahl eines Sensors erscheint eine Seite, auf der Sensordaten und -parameter des angewählten Typs dargestellt werden.
Die SmartBridge-App wird auf einem Tablet-PC oder Smartphone installiert. Nach dem Starten der App erscheint ein Auswahlmenü. Alle in Reichweite befindlichen Sensoren werden aufgelistet. Nach Anwahl eines Sensors erscheint eine Seite, auf der Sensordaten und -parameter des angewählten Typs dargestellt werden.
(Bild: Pepperl + Fuchs)

Moderne Sensoren bilden immer komplexere Funktionen ab und stellen damit höhere Anforderungen an Parametrier- und Diagnosewerkzeuge. Gleichzeitig werden die Sensoren immer kleiner so dass immer weniger Platz für Bedien- und Anzeige-Elemente zur Verfügung steht. Außerdem herrscht starker Kostendruck, der zusätzliche teure Bauelemente nicht erlaubt. Abgesehen davon sind Bedienelemente an den Sensoren selbst in vielen Einbausituationen wegen schlechter Zugänglichkeit wenig komfortabel oder gar nicht nutzbar.

Auf der anderen Seite stehen moderne Smartphones und Tablet-Computer. Sie sind wegen ihrer Vielseitigkeit und hoher Bedienfreundlichkeit weit verbreitet und haben den Status als Spielzeuge für Technik-Verliebte längst abgelegt. Die Geräte bringen mit leistungsfähigen Prozessoren, Grafik-Einheiten und drahtlosen Schnittstellen alle Voraussetzungen für einen Einsatz als komfortable Diagnose- und Parametrier-Werkzeuge. Wegen fehlender gemeinsamer Schnittstellen und Standards ist dies aber bisher nicht umgesetzt worden.

Die SmartBridge stellt ein durchgängiges Konzept bereit zur Überwindung der digitalen Lücke zwischen den Service-Schnittstellen moderner Sensoren und mobilen Consumer-Endgeräten. Das System besteht aus einem Wireless-Adapter – der eigentlichen SmartBridge – sowie einem Tablet-Computer oder einem Smartphone mit der SmartBridge-App.

Die Datenübertragung zur SmartBridge-App auf dem Mobilgerät erfolgt drahtlos, um den Verbindungsaufbau einfach und schnell vornehmen zu können und aufwendige und kostenintensive Verkabelung zu vermeiden. Der Wireless-Adapter enthält ein Drahtlos-Modul (Bluetooth oder WLAN), einen Controller sowie mehrere verschiedene Schnittstellen (IOLink, RS232) zum Anschluss von Sensoren.

Der Adapter wird in die bestehende Verdrahtung eingeschleift, greift die Sensordaten rückwirkungsfrei ab und baut eine drahtlose Verbindung zu einem mobilen Endgerät auf. Die Versorgung des Adapters erfolgt ebenfalls über die Sensor-Zuleitung.

Die SmartBridge-App wird auf einem Tablet-PC oder Smartphone installiert. Nach dem Starten der App erscheint ein Auswahlmenü. Alle in Reichweite befindlichen Sensoren werden aufgelistet und zur Verbindung angeboten. Nach Anwahl eines Sensors erscheint eine für den ausgewählten Sensortyp spezifische Seite, auf der Sensordaten und -Parameter dargestellt werden.

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