Bosch Seit dem Serienstart 1976 wurden 500 Mio. Lambdasonden gefertigt
Bosch feiert im Mai die Fertigung der 500-millionsten Lambdasonde. Seit 32 Jahren hat dieses Bauteil wesentlichen Anteil an der Reduktion von Schadstoffemissionen.
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Platziert im Abgasstrom eines Verbrennungsmotors, misst die Lambdasonde den Sauerstoffgehalt. Diese Information wird vom Einspritzsystem zur exakten Gemischaufbereitung benötigt und ermöglicht damit, neben einer möglichst schadstoffarmen Verbrennung, erst die effiziente Abgasnachbehandlung mittels Katalysator. Seit 2002 wird die Lambdasonde auch bei Dieselmotoren eingesetzt, um Einspritzmengen exakter zuzumessen und Schadstoffemissionen weiter zu reduzieren.
Internationaler Fertigungsverbund für Lambdasonden
Die Serienfertigung von Lambdasonden begann bei Bosch im Jahr 1976. Zehn Jahre nach ihrem Start in der US-Variante des Volvo 264 feierte Bosch die Auslieferung der 10-millionsten Lambdasonde, 1993 waren es bereits 50 Millionen, 2001 schon 250 Millionen Sonden. Inzwischen werden im Unternehmen weltweit rund 5 000 Lambdasonden pro Stunde produziert – rund 45 Millionen jährlich. Das deutsche Leitwerk Rutesheim arbeitet dabei eng zusammen mit den Fertigungsstandorten in USA, China und Korea. Dazu kommen die Sensorelementfertigungen für planare Lambdasonden in Bamberg und Anderson (USA). Der internationale Fertigungsverbund bietet dabei weltweit zuverlässige Lieferungen im Kundentakt.
Die Weiterentwicklung wird kontinuerlich voarangetrieben
„Die Bedeutung der Lambdasonden wird auch in Zukunft zunehmen. Die weitere Verschärfung der Emissionsgrenzwerte, enge Bauraum-Verhältnisse und die wachsenden Ansprüche an Messgenauigkeit und Langlebigkeit treiben die Weiterentwicklung bei Bosch kontinuierlich voran“, so Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Bereichsvorstands Gasoline Systems (Benzinsysteme) bei Bosch.
Das Ziel ist ein Lambdawert von 1
Die Lambdasonde wird vor sowie fallweise zusätzlich hinter dem Katalysator platziert und misst den Sauerstoffgehalt im Abgas – ein Indiz für die Qualität der Verbrennung. Die vollständige Verbrennung von 1 kg Benzin erfordert etwa 14,5 kg Luft. Das Verhältnis von zugeführter zu erforderlicher Luftmenge wird Lambda-Wert genannt. Konventionelle Benzin-Brennverfahren werden mit Lambda gleich 1 betrieben. Ist Lambda kleiner 1, ist das Gemisch fett und wird unter Sauerstoffmangel verbrannt. Liegt der Wert über 1, wird mager mit Sauerstoffüberschuss verbrannt, wie es zum Beispiel bei Dieselmotoren und Benzin-Magermotorkonzepten der Fall ist.
Breitbandsonden messen noch genauer
Mit der sogenannten Sprungsonde, die im Übergang vom mageren in den fetten Bereich ein sprungförmiges Sensorsignal liefert, kann der stöchiometrische Punkt (Lambda = 1) präzise eingestellt werden. Mit Breitbandsonden, die ein stetiges Messsignal über einen breiten Lambdabereich im Fetten als auch Mageren liefern, kann die Verbrennung noch genauer auf Lambda = 1 oder auch andere Lambdawerte geregelt werden. Auch eine zylinderselektive Erfassung des Lambdawertes ist mit der Breitbandsonde von Bosch möglich. Bei Dieselmotoren und Benzin-Magermotorkonzepten sind Breitbandsonden zur exakten Dosierung der Einspritzmengen sowie für die Ansteuerung der Regeneration von NOx-Speicherkatalysatoren oder die lambda-basierte Abgasrückführung erforderlich.
Lambdasonden für Benzin-, Diesel- und Gasmotoren
Bosch hat für alle Anwendungen und Motorisierungen passende Sonden im Programm: Die planare Breitbandsonde LSU, für Benzin-, Diesel- und Gasmotoren, sowie die planare Sonde LSF für Benzinmotoren. Weitere Typen sind die Fingersonden LSH und LSS für Benzinmotoren. Der Einsatz hochwertiger Materialien und ausgereifte Fertigungstechniken sorgen für eine lange Lebensdauer und hohe Signalgenauigkeit.
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