IBM z196 Schnellster Mikroprozessor der Welt bringt es auf 5,2 Gigahertz

Redakteur: Peter Koller

IBM hat Details zum z196-Prozessor bekannt gegeben - dem weltweit schnellsten Computerchip, der in der jüngsten Generation des IBM Großrechners, dem Mainframe zEnterprise 196 integriert ist.

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Das Kernsystem des zEnterprise 196 Mainframe beinhaltet 96 der derzeit weltweit schnellsten und leistungsfähigsten Mikroprozessoren, die mit einer Geschwindigkeit von 5,2 Ghz in der Lage sind, mehr als 50 Milliarden Anweisungen pro Sekunde auszuführen - das ist ungefähr 17.000 mal schneller, als das IBM-Topsystem von 1970, das Model 91, gerechnet hat.

Der z196 Prozessor ist ein Vierkern-Chip mit 1,4 Milliarden Transistoren auf einer Oberfläche von 512 Quadratmillimeter. Der Höchstleistungschip wurde in den Entwicklungs- und Forschungszentren in USA, Deutschland, Israel und Indien entwickelt und wird in der 45 Nanometer (nm) SOI-Prozessortechnologie von IBM in East Fishkill, USA, hergestellt.

Der Prozessor nutzt die von IBM patentierte eDRAM- Technologie, die es ermöglicht, DRAM-Caches mit hoher Speicherdichte oder Komponenten auf dieselben Chips zu platzieren wie Hochgeschwindigkeits-Mikroprozessoren. Diese Technologie führt zu einer stark verbesserten Leistung des Gesamtsystems.

Die zEnterprise Technologie ist in mehr als dreijähriger Arbeit von IBM-Experten in 19 Labors in Zusammenarbeit mit 30 IBM-Topkunden entwickelt worden und hat Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden dollar verschlungen. Einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung des z196 Prozessors hatten die Ingenieure des deutschen IBM Labors in Böblingen. Ralf Fischer, VP Hardware Development: „Mit dem jetzt vorgestellten Hochleistungsprozessor ist ein technologischer Quantensprung gelungen. Der Superprozessor, der etwa zu einem Drittel hier in Deutschland entwickelt wurde, liefert nicht nur eine nie dagewesene Geschwindigkeit für traditionelle Mainframe-Anwendungen, sondern auch für extrem rechenintensive Anwendungen.“

IBM sieht eine ungebrochene Nachfrage nach seinen hochentwickelten Mainframe-Systemen, etwa im Bereich der Financial Services. Laut einer Studie von Berg Insight soll etwa die Zahl der Anwender von mobilem Online-Banking von 55 Millionen im vergangenen Jahr auf rund 894 Millionen in 2015 geradezu explodieren.

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