Toshiba TransferJet Schnelle, drahtlose und sichere Datenübertragung auf kurze Distanzen

Redakteur: Robert Di Marcoberardino

Auf der IFA hat Toshiba die schon länger angekündigten Adapter zur Nahfunktechnik TransferJet präsentiert. Neu zum Line-Up gekommen ist eine SDHC-Karte für Digicams, die Fotos schneller als per USB oder WLAN übertragen soll.

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TransferJet ermöglicht den schnellen und einfachen Datenaustausch zwischen Android, iOS und Windows-PCs
TransferJet ermöglicht den schnellen und einfachen Datenaustausch zwischen Android, iOS und Windows-PCs
(Bild: Toshiba)

Mit Transferjet verspricht Toshiba die einfache und schnelle Datenübertragung zwischen Mobilgeräten, Computern oder Digicams. Laut Toshiba erreichen die Adapter Übertragungsraten von bis zu 375 MBit/s und sind damit deutlich schneller als etwa USB 2.0 oder viele WiFi-Standards.

Die Technik wurde zuerst von Sony in 2008 präsentiert und basiert auf der Nahbereichskommunikationstechnik (close-proximity wireless transfer technology). Zur Übertragung müssen die Adapter in den Geräten so nah wie möglich aneinandergeführt werden.

Die geplante Produkt-Reihe umfasst USB-Dongles für Windows PCs, MicroUSB für Android-Geräte, Lightning Adapter für iOS-Geräte und eine SDHC-Speicherkarte, die speziell für die Verwendung in Digicams ausgelegt ist. Transferjet ermöglicht so den schnellen Datenaustausch zwischen iPhones, Android-Geräten oder Windows-PCs.

Die Technik eignet sich ideal, um in fremden Umgebungen Daten schnell und einfach zu übertragen — etwa bei Vorträgen, auf Messen oder in der Schule/Universität. Prinzipiell erinnert das Verfahren an den Handshake-Austausch von frühen PDAs, mit dem man etwa digitale Visitenkarten zwischen den Geräten übertragen konnte. TransferJet ist deutlich schneller und kann beliebig große Datenmengen übertragen.

Die Nahfeldtechnik TransferJet verfügt etwa gegenüber Bluetooth über einige Vorteile: Die Technik ist sehr stromsparend und durch die kurze Maximalübertragung von rund 3 bis 5 Zentimeter ist in vielen Ländern keine Funklizenzierung nötig. Die kurzen Übertragungsdistanzen machen die Technik zudem auch ohne komplexe Verschlüsselung relativ sicher.

Marktstart und Preise für die TransferJet-Adapter stehen noch nicht fest, für die SDHC-Karte (16 GB) nannten Unternehmensvertretern aber einen Preis von rund 50 Euro.

Ziel des Transferjet-Konsortiums ist letztlich eine direkte Integrierung der Technik in Smartphones. Bislang gibt es aber nur zwei lokale Anbieter, die entsprechende Smartphones in Asien anbieten. Zu den Mitgliedern zählen neben Toshiba derzeit Sony, Olympus, Ricoh, Sharp und Fujitsu.

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