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Planung abstimmen, überarbeiten und freigeben
Meist bleibt es nicht bei einem einmaligen Durchlauf des skizzierten Vorganges zur Schätzung und Projektplanerstellung. Stattdessen muss man nun den existierenden Projektplan mit den Vorstellungen des Kunden abgleichen und ggf. optimieren. Der schließlich von allen Beteiligten akzeptierte und freigegebene Projektplan ist dann die Grundlage für die darauf aufbauende Projektkontrolle und steuerung.
Berücksichtigen Sie folgende Erfolgsfaktoren bei der Durchführung Ihrer Schätzung:
- Beachten Sie alle Einflussfaktoren (siehe Problemstellung).
- Beziehen Sie mehrere Schätzexperten ein; führen Sie eine Schätzung nie alleine durch.
- Setzen Sie mehrere Methoden ein, um die Schätzergebnisse abzugleichen. Dieser Artikel konnte hierzu nur einen kleinen Einblick geben.
- Dokumentieren Sie die getroffenen Annahmen und Risiken.
- Dokumentieren Sie die Schätzung an sich. Nur so ist ein späterer Abgleich mit der Realität und ein Verbessern der Schätzmethodik möglich.
- Definieren und erfassen Sie sinnvolle Metriken, um Erfahrungswerte zu sammeln.
- Vernachlässigen Sie nicht Teamaspekte wie zum Beispiel Erfahrung der Teammitglieder, Aufwand für Kommunikation etc.
- Vernachlässigen Sie bei der Schätzung auch nicht die unterstützenden Prozesse und Managementprozesse (Aufwand für Konfigurations, Projekt und Änderungsmanagement, Qualitätssicherung).
- Die Schätzung dient der Entscheidungsfindung und der Risikominimierung. Aber halten Sie den Aufwand für die Schätzung im Rahmen. Man kann es auch übertreiben, speziell bei kleinen Projekten.
Zuletzt sei noch auf einen Punkt hingewiesen: Die Schätzung kann noch so gut sein, aber das Projekt wird trotzdem deutlich mehr Aufwand und Kosten produzieren, wenn das Problem der „schleichenden“ Anforderungen nicht gelöst wird. Deswegen gilt: Anforderungen müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt „eingefroren“ werden. Gegen diese Anforderungsbaseline wird geschätzt, geplant und realisiert. Natürlich darf der Kunde später noch Änderungswünsche einbringen. Hierzu ist ein geordnetes Änderungsmanagement notwendig. Immerhin erzeugen Änderungswünsche Aufwand und Kosten und führen in der Regel zu Terminverschiebungen.
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