Industrieplattform auf AM5-Basis Ryzen Embedded 9000: AMD bringt Zen‑5‑Leistung und Langzeitverfügbarkeit in die Fabrik

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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AMD startet die Serie Ryzen Embedded 9000 für industrielle PCs, Automatisierung und Bildverarbeitung. Die Chips basieren auf Zen 5, sitzen im Desktop‑Sockel AM5 und bleiben laut Hersteller bis zu sieben Jahre verfügbar. Später folgen Ryzen‑Pro‑Embedded‑Varianten mit noch längerer Versorgung.

Ryzen 9000 Embedded: Kostengünstige und energieeffiziente Plattform für Industrie-PCs, Automatisierung und industrielle Bildverarbeitung.(Bild:  AMD)
Ryzen 9000 Embedded: Kostengünstige und energieeffiziente Plattform für Industrie-PCs, Automatisierung und industrielle Bildverarbeitung.
(Bild: AMD)

Für Maschinenbauer und IPC‑Anbieter heißt das: aktuelle Client‑Leistung, moderne I/O und planbare Lebenszyklen in einem Baukasten. Die technischen Eckdaten orientieren sich an den Desktop‑Ryzen‑9000‑CPUs. Die Palette reicht bis zu 16 Kernen, deckt konfigurierbare Leistungsaufnahmen von 65 bis 170 W ab und unterstützt DDR5 sowie PCIe Gen 5. Eine integrierte Grafik auf RDNA‑2‑Basis übernimmt Display‑Ausgaben und einfache Vision‑Aufgaben, was in vielen Industrie‑Rechnern eine separate GPU spart. Der gemeinsame Sockel eröffnet Board‑Herstellern kurze Wege: bestehende AM5‑Layouts lassen sich für Embedded‑Serien mit zugesicherter Verfügbarkeit nutzen.

AM5, DDR5, PCIe Gen 5: Spielraum für Vision und Steuerung

Für Edge‑Rechner in der Fabrik zählt I/O‑Breite und deterministisches Verhalten. PCIe 5.0 bindet schnelle NVMe‑Speicher, Framegrabber und Feldbus‑Karten an. DDR5 liefert Bandbreite für Mehrkanal‑Bildverarbeitung und komplexe Regelungen. AVX‑512 auf der CPU hilft bei klassischer Bildverarbeitung, Video‑Transkodierung und ersten KI‑Inferenzaufgaben direkt auf dem Host. Das ist sinnvoll, wenn das System ohne zusätzliche Beschleuniger auskommen oder strikt in das TDP‑Budget passen muss. Die Spannweite von 65 bis 170 Watt erlaubt kompakte 24/7‑Systeme ebenso wie leistungsstarke Vision‑Knoten mit mehreren Displays.

Modellspezifikationen
Name CPU-Basisfrequenz CPU-Maximalfrequenz Anzahl CPU-Kerne Anzahl Threads Gesamter L3-Cache TDP
AMD Ryzen Embedded 9950X3D 4,3 GHz 5,7 GHz 16 32 128 MB 170 W
AMD Ryzen Embedded 9950X 4,3 GHz 5,7 GHz 16 32 64 MB 170 W
AMD Ryzen Embedded 9900X3D 4,4 GHz 5,5 GHz 12 24 128 MB 120 W
AMD Ryzen Embedded 9900X 4,4 GHz 5,6 GHz 12 24 64 MB 120 W
AMD Ryzen Embedded 9800X3D 4,7 GHz 5,2 GHz 8 16 96 MB 120 W
AMD Ryzen Embedded 9700X 3,8 GHz 5,5 GHz 8 16 32 MB 65 W
AMD Ryzen Embedded 9600X 3,9 GHz 5,4 GHz 6 12 32 MB 65 W

Lebenszyklus und Pro‑Varianten: bis zu zehn Jahre in Aussicht

Der entscheidende Hebel für Industrieanwendungen ist der Lebenszyklus. AMD nennt für Ryzen Embedded 9000 bis zu sieben Jahre Produktverfügbarkeit. Die angekündigten Ryzen-Pro-Embedded‑Modelle sollen das auf bis zu zehn Jahre ausdehnen und Sicherheits‑ sowie Management‑Funktionen wie AMD Platform Secure Boot und Memory Guard mitbringen.

Zwischen Client‑Ryzen und Epyc‑Embedded schließt AMD eine Lücke: Wer viele Kerne, moderne Client‑I/O und integrierte Grafik braucht, aber keine Server‑Features wie massive RAS‑Optionen oder sehr hohe Plattform‑TDPs, landet bei AM5. Für Edge‑Server mit vielen Erweiterungskarten bleibt Epyc die robustere Wahl. (mc)

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