KI in der Fertigung Rockwell zeigt auf der Hannover Messe den Weg zur autonomen Fabrik

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Auf der Hannover Messe 2026 geht es bei Rockwell um Lösungen, wie die Industrie von der reinen Automatisierung zu selbststeuernden Systemen wechselt. Das sollen KI und sichere Netzwerke ermöglichen.

Industrielle KI im Einsatz: Auf der Hannover Messe präsentiert Rockwell Automation praxisnahe Lösungen für selbststeuernde Produktionsanlagen.(Bild:  Rainer Jensen, Deutsche Messe)
Industrielle KI im Einsatz: Auf der Hannover Messe präsentiert Rockwell Automation praxisnahe Lösungen für selbststeuernde Produktionsanlagen.
(Bild: Rainer Jensen, Deutsche Messe)

Der US-amerikanische Automatisierer gestaltet den Übergang von fest programmierten Maschinen hin zu Anlagen, die selbstständig Entscheidungen treffen. In der Halle 27, die den Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz in der Fertigung legt, demonstriert Rockwell Automation an Stand A22, wie Betriebe ihre Produktion schrittweise autonomer gestalten.

Dabei setzen die Entwickler auf industrielle KI, die sie direkt in die operativen Prozesse einbinden. Das Ziel ist es, Anlagenabläufe in Echtzeit zu optimieren und drohende Ausfälle vorherzusagen, lange bevor ein Band stillsteht. Jordan Reynolds, der bei Rockwell den Bereich für künstliche Intelligenz und Autonomie verantwortet, ordnet das Vorhaben ein: „Wir unterstützen die Industrie dabei, den Schritt von der Automatisierung zur Autonomie zu gehen und messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen.“

Echte Daten statt reiner Visionen

Der Manager betont, dass die gezeigten Konzepte den Testlaboren der Entwickler bereits entwachsen sind. „Besucher erleben, dass industrielle KI, digitale Zwillinge und sichere OT‑Architekturen keine Zukunftsvisionen mehr sind, sondern heute bereits einen echten Mehrwert liefern und einsatzbereit sind“, erklärt Reynolds. Um diese These zu belegen, baut das Unternehmen auf der Messe konkrete Anwendungsfälle und selbstoptimierende Systeme auf, die den Fabrikalltag abbilden.

Im Mittelpunkt stehen dabei Software-Werkzeuge wie Emulate3D. Mit diesem Programm erstellen Ingenieure detaillierte digitale Zwillinge von Maschinen, bevor sie diese physisch bauen, in Betrieb nehmen oder später umrüsten. Ergänzend dazu zeigt Rockwell die Plex-Plattform für die vernetzte Fertigung sowie verschiedene industrielle KI-Lösungen.

Wesentlich ist dabei der Schutz der Anlagen: Je vernetzter und autonomer eine Fabrik agiert, desto anfälliger wird sie theoretisch für digitale Angriffe. Mit dem Cybersicherheitsportfolio SecureOT will der Anbieter demonstrieren, wie sich künstliche Intelligenz im großen Maßstab einsetzen lässt, ohne dass Unternehmen kritische Produktionsprozesse gefährden oder strenge Compliance-Anforderungen verletzen. Die IT-Sicherheit verankern die Entwickler dafür bereits in der Grundarchitektur der Anlagen.

Schulterschluss mit Technologiepartnern

Die technologische Basis für diese autonomen Abläufe bildet die konsequente Verschmelzung von klassischer IT und OT. Rockwell bringt in diesem Umfeld eine lange Historie in der Steuerungsebene mit und verbindet diese klassische Hardware nun mit modernen Datenanalysen. Dieser Wandel erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine, vom ersten Design über den laufenden Betrieb bis hin zur Wartung durch Servicetechniker.

Das Unternehmen integriert seine Anwendungen in die Ökosysteme verschiedener Technologiepartner auf dem Messegelände. Messebesucher finden die vernetzten Lösungen folglich auch an den Ständen der großen Cloud-Infrastruktur-Anbieter: Microsoft präsentiert gemeinsame Ansätze in Halle 17, während AWS in Halle 15 zu finden ist. Ebenso demonstriert Rockwell den Datenaustausch bei den Schaltschrank- und Engineering-Spezialisten Eplan und Rittal in Halle 27. Auch bei den branchenweiten Netzwerkorganisationen ODVA und OPC UA, die maßgeblich für standardisierte Kommunikationswege in der modernen Industrie verantwortlich sind, mischt das Unternehmen mit entsprechenden Schnittstellen mit. (mc)

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