BTR NETCOM, Telegärtner und Weidmüller RJ45-Steckverbinder für die Industrie
Wie macht man Steckverbinder aus der Bürowelt industrietauglich? Eine befriedigende Lösung dafür haben bislang noch nicht viele Unternehmen gefunden. Zur SPS/IPC/DRIVES 2006 päsentieren
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Wie macht man Steckverbinder aus der Bürowelt industrietauglich? Eine befriedigende Lösung dafür haben bislang noch nicht viele Unternehmen gefunden. Zur SPS/IPC/DRIVES 2006 päsentieren BTR NETCOM, Telegärtner und Weidmüller mit Steadytec eine Lösung, die einen Standard setzen soll.
BTR NETCOM, Telegärtner und Weidmüller – drei Anbieter im Bereich der elektrischen und optischen Verbindungstechnik haben ihre Kernkompetenzen gebündelt, um die bewährte RJ45-Technologie in die raue Industrieumgebung zu transferieren. Berücksichtigt wurden der Maschinen- und Anlagenbau, die Fertigungsindustrie sowie die Prozess- und Verkehrstechnik. „Die neue Ethernet-Steckverbinderfamilie Steadytec spiegelt mit ihren Eigenschaften perfekt die Werte der Kooperationspartner wider: Zuverlässig. Einfach. Schnell. Lösungsorientiert“, konstatiert Bernd Fischer, Chief Marketing & Portfolio Officer bei Weidmüller.
Die von den Partnern angebotene Ethernet-Steckverbinderfamilie unterstützt GBit-Netzwerke sowohl in der Fabrik- wie auch in der Maschinen- und Anlagenverkabelung. Es sind zuverlässige Verbindungen zwischen Hallen- oder Maschinen- und Anlagennetzwerken ohne Anpassung bis 100 MBit Fast Ethernet bzw. bis 10 GBit Ethernet (8-adrig, 4-paarig, AWG 22 bis 26) möglich .
Der Name setzt sich aus den Begriffen „Steady“ für zuverlässig und „tec“ für Technologie zusammen; in der Summe: zuverlässige Verbindungstechnik. Es handelt sich dabei um eine reine Technologiemarke, die von den drei Kooperationspartnern entwickelt und vertrieben wird. Die Steckverbinder sind in der IEC 61076-3-106 beschrieben. Die Varianten 4 und 5 (Profinet) und Variante 1 (Ethernet IP) sind darüber hinaus in den Normen für anwendungsneutrale Verkabelungen von Industriegebäuden ISO/IEC 24702 (FDIS), prEN50173-1:2006, IEC 61918 (Automation Island) und sowie Feldbusinstallationen IEC 61784-5 vorgeschrieben.
Das industrietaugliche RJ45-System wurde mit einer einfach handhabbaren Schnellanschlusstechnik für Leiterstärken bis AWG 22 und Übertragungseigenschaften bis einschließlich Kategorie 6 entwickelt. Durch ein Zink-Druckgussgehäuse ist eine solide Schirmung und hohe mechanische Stabilität der Steckverbinder sichergestellt. Zur Montage ist kein Spezialwerkzeug notwendig. Die IP-67-Stecker unterstützen sämtliche Varianten der am Markt befindlichen Industrial-Ethernet-Lösungen.
Neben den RJ45-Einsätzen lassen sich LWL-Steckverbinder integrieren. Die LWL-Komponenten verfügen ebenfalls über eine Schnellanschlusstechnik und können für Plastic Optical Fibre (POF), Plastic Cladded Fibre (PCF) und Glass Optical Fibre (GOF) in 50 µm und 62,5 µm verwendet werden. Hierzu werden Standard LC-Duplex- und SC-Steckverbinder integrierbar sein. Für die IP-67-Umgebung kommen für RJ45 und LWL dieselben Gehäuse zum Einsatz. Für sehr harte Anforderungen sind neben den Kunststoff- auch Metallgehäuse erhältlich.
Die drei Hersteller setzen auf ein modulares Plattformkonzept. Damit wird erstmalig eine durchgängige IP-67-Lösungen für die Kupfer- und LWL-Verkabelung möglich. Es sind zahlreiche Ausführungen durch freie Kombinationsmöglichkeit der Einsätze möglich. Die RJ45-Gigabit-Steckverbinder lassen sich ohne Spezialwerkzeug im Feld konfektionieren und zeichnen sich durch hochwertige Kunststoff- und Zinkdruckguss-Gehäuse aus.
Präsentiert werden die neuen Steckverbinder auf der SPS, Produkte sind ab 2007 verfügbar. „Der konzeptionelle Aufbau ist bei uns im Vergleich zu den beiden Konkurrenzprodukten einzigartig“, erklärt Ullrich Wallenhorst, Direktor Technologie- und Innovationsmanagement bei Weidmüller. Unterstützt werden die Steckverbinder unter anderem durch die Firmen Draka, Belden, Leoni, Molex und Nexans.
BTR, Tel. +49(0)7702 533160
Telegärtner, Tel. +49(0)7157 125181
Weidmüller, Tel. +49(0)5231 141190
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