Meilensteine der Elektronik

Relais-Design aus Deutschland - global erfolgreich im Einsatz

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Der erste große Erfolg der Kooperation ließ nicht lange auf sich warten: Zur electronica-Messe 1968 wird das R-Relais (siehe Kasten) ausgezeichnet. Die SDS Elektro GmbH erhält den "Münchner Elektroniker Preis". Das war der Durchbruch – die deutsche Post platzierte einen Großauftrag. Fortan wird das R-Relais im Tastwahlblock eingesetzt und in immensen Stückzahlen benötigt und verkauft.

Neue Produkte entstanden aus den pfiffigen Ideen der Ingenieure, häufig angeregt von Impulsen aus den verschiedenen Märkten. In enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Matsushita wurde anschließend die Produktentwicklung bis zur Serienreife durchgeführt.

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Matsushita bekam an diesen Relais die Lizenzen und verkaufte die fertigen Produkte wieder an die SDS Elektro GmbH, die diese, sowie Eigenentwicklungen von Matsushita, in Europa (und Südafrika) im großen Stil vertrieb. Hauptabnehmer-Zweige waren die Telekom- und die Automatisierungsindustrie, sowie später auch die Automobilindustrie.

Neue Entwicklungen für neue Märkte

Mit dem S-Relais gelang dann ein weiterer Entwicklungssprung. Ausgezeichnet war dieses Universalrelais durch ein völlig neuartiges und hocheffizientes gepoltes Drehanker-Magnetsystem, kombiniert mit den erfolgreichen, äußerst zuverlässigen Doppellinienkontakten.

Dann folgte der neue "große Wurf" dieser Kooperation. Mit dem DS-Relais hielt diese neuartige, gepolte Relaistechnik generell Einzug in Telekomumnikationsanwendungen, in denen bisher im Wesentlichen ungepolte Relais verwendet wurden.

Früher war man beim Telefonieren noch direkt mit seinem Gesprächspartner über eine Kupferleitung verbunden. Die Verbindungen wurden über sogenannte Linecards aufgebaut. Für diese Linecards wurden in großer Anzahl Relais mit Umschaltkontakten (Wechsler) benötigt.

Das machte es notwendig, speziell für diese Marktanforderungen ein neues Relais der sogenannten Zweiten Generation zu entwickeln. Da auf den Leiterplatten Platzmangel herrschte, und damit eine hohe Packungsdichte der Relais verlangt wurde, waren die Baugröße und die Leistungsaufnahme entscheidend. Gleichzeitig sollte aber auch die Anforderung an die Hochspannungsfestigkeit, die aus dem Verlegen von Kupferleitungen im Freien (Überspannungsschutz bei Blitzschlag) resultiert, möglichst hoch sein.

Das DS-Relais besitzt bereits alle Eigenschaften zukünftiger Generationen von Telekomrelais. Die beiden Wechsler sind als Doppellinien-Kontakte ausgeführt, was die Zuverlässigkeit deutlich verbessert und einen Schaltstrom von wenigen Mikroampere bis zu 3 A erlaubt. Trotz der geringen Baugröße verfügt das Relais über eine hohe Isolationsfestigkeit zwischen Spule und Kontakt sowie zwischen den Schaltkontakten, die alle einschlägigen Normen und Standards erfüllt.

Mit der DS-Relais-Familie kamen hocheffiziente und kostengünstige Bauelemente nicht nur in Telekommunikationsanwendungen, sondern in die verschiedensten Märkte.

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