Denkanstöße Raus aus der Schockstarre – Wie Veränderung gelingt

Autor / Redakteur: Peter Siwon * / David Franz

Veränderung passiert überall und ständig. Sie ist der Motor der Evolution, ob in der Natur, in Unternehmen oder Projekten. Sie passiert, ob wir es wollen oder nicht. Wer Veränderungsprozesse mit Menschen gemeinsam erfolgreich gestalten will, braucht mehr als eine Vision und gute Argumente.

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Der wichtigste Tipp an die Führungskräfte: Nehmen Sie die Menschen mit ihrer Angst, Frustration und Trauer ernst. Ermutigen Sie sie auch bei Rückschlägen. Bestätigen Sie erzielte Fortschritte und Erfolge. Diese Formen der persönlichen Zuwendung und Wertschätzung geben den notwendigen menschlichen Halt in turbulenten Zeiten.
Der wichtigste Tipp an die Führungskräfte: Nehmen Sie die Menschen mit ihrer Angst, Frustration und Trauer ernst. Ermutigen Sie sie auch bei Rückschlägen. Bestätigen Sie erzielte Fortschritte und Erfolge. Diese Formen der persönlichen Zuwendung und Wertschätzung geben den notwendigen menschlichen Halt in turbulenten Zeiten.
(Bild: Gerd Altmann, pixelio.de)

Umweht Sie die Brise des „Wind of Change“ oder hören Sie die Zeitbombe, die Ihre Welt in Fetzen reißt, in der Chefetage ticken? Wie dem auch sei, Veränderungen passieren meist nicht aus heiterem Himmel. Die Gerüchteküche sorgt häufig bereits für Spekulationen und Ahnungen. Meist wissen wir intuitiv, dass es so nicht weitergehen kann.

Die einen hoffen im Stillen, dass sie trotzdem noch eine Weile in alten Gewohnheiten kuscheln können. Andere sprechen den Wunsch nach Veränderung aus: „Ich wäre eigentlich froh, wenn man endlich den Stein ins Rollen bringen würde“. Die Ansammlung von Konjunktiven und verbalen Weichmachern in diesem fiktiven Zitat lässt eine Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass-Mentalität erkennen.

Wieder andere sind wild entschlossen, ohne Rücksicht auf Verluste den Laden einmal so richtig umzukrempeln. Es ist schwer, das richtige Maß zu finden. Ob tatsächlich etwas passiert, hängt von der realen Veränderungsbereitschaft der Menschen ab.

Ein sehr schönes Modell dafür liefert die sogenannte Energieformel der Veränderung. Sie besagt, dass drei Faktoren in ausreichender Intensität vorliegen müssen, damit Veränderung stattfindet:

  • Die Unzufriedenheit mit dem Status Quo,
  • die Klarheit und Attraktivität des Veränderungsziels oder – wenn Sie das Wort nicht schon nervt – die Vision,
  • die positive Einschätzung der Umsetzbarkeit.

Das Produkt dieser drei Faktoren steht für die verfügbare Veränderungsenergie, die bei den Betroffenen sehr unterschiedlich sein kann. Nach Adam Riese läuft nichts, wenn einer der Faktoren NULL ist. Um die Veränderungshürde zu nehmen, muss das Produkt dieser Faktoren so groß sein, dass es die erwarteten Anstrengungen übertrifft.

Leider lässt sich diese Formel nur qualitativ anwenden. Sie macht aber klar, dass es nicht genügt, eine bessere Zukunft zu versprechen und zu glauben, dass sich dann alle mit „Hurra“ in die Veränderung stürzen. Das haben die meisten Führungskräfte verstanden, und so wird viel über Ziele, Strategien und Maßnahmen nachgedacht.

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