SiTime Quarz-Ersatz auf MEMS- und CMOS-Basis
Der amerikanische Fabless-Halbleiterhersteller SiTime, ein Spin-Off von Bosch, will Quarz-Oszillatoren durch seine MEMS-basierten Timing-Referenzdesigns ersetzen. Der Vorteil: Leiterplatten lassen sich um bis zu 30% kleiner auslegen. Erste Produkte werden bereits in Serie produziert.
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Den Schritt vom Entwicklungsstadium hin zur Fertigung vollzieht SiTime mit der US-Foundry Jazz Semiconductor, die Timing-, Takt- und HF-Chips auf der Basis des integrierten MEMS-Timing-Referenzdesigns von SiTime in CMOS gießt. Das Unternehmen will damit die Quarz-Kristalle in Standard-Halbleiterbausteinen ersetzen. SiTime ist ein Spin-Off von Bosch, die noch einen Großteil der Anteile des Unternehmens halten.
Nach sieben Maskenschritten werde der MEMS-Teil des Produktes implementiert, heißt es bei SiTime; der Wafer durchläuft dann wieder die üblichen CMOS-Prozessschritte. Erste CMOS-ICs mit integrierten MEMS-Resonatoren, die dann die Funktion von Quarzen übernehmen sollen, kündigt das Unternehmen für Mitte 2009 an. „Mit unserer integrierten Lösung für Timing-Bausteine lassen sich Leiterplatten um bis zu 30% kleiner auslegen“, erklärt John McDonald, VP Marketing and Sales bei SiTime, „was für kleine Kommunikationsmodule, Handhelds und Wireless-Applikationen interessante Optionen.“
Erster Oszillator befindet sich bereits in Fertigung

Derzeit wird bereits der Oszillator SiT800UT gefertigt, der 370 µm dick ist und es Highspeed-Datenprodukten ermöglicht, in höhenbeschränkte Applikationen (z.B. Kreditkarten) eingesetzt zu werden. Als weiteres Produkt steht auf der Basis des SiRes-MEMS-Resonators SAT0100 (Bild), der 140 µm dick ist und 0,8 mm × 0,6 mm misst, der programmierbare und mit geringem Jitter versehene Oszillator SiT8102 zur Verfügung, der eine bis zu sechs Mal höhere Leistungsfähigkeit als sein nächster Mitbewerber bieten soll. SiTime verspricht, dass seine Produkte innerhalb von drei Tagen für jede vom Kunden gewünschte Frequenz programmierbar sind.
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