Effizienz ist in allen Fertigungsprozessen enorm wichtig. Deshalb hat sich die Anschlusstechnik für die Verkabelung von Leiterplatten stetig weiterentwickelt. Push-in- und Hebel-Push-in-Anschlüsse sind bereits werkzeuglos und einfach zu bedienen. Darauf baut die Push-X-Technik nach dem Prinzip der Mausefalle auf.
Push-X: Schneller Anschluss aller Leiterarten mit und auch ohne Aderendhülse.
(Bild: Phoenix Contact)
Aus allen Bereichen des Lebens ist die Elektrifizierung nicht mehr wegzudenken. Die dafür notwendigen Komponenten mit ihren integrierten Leiterplatten müssen einfach und sicher verbunden werden. Bei der Verdrahtung hilft eine anwendungsfreundliche Leiteranschlusstechnik. Dazu zählt der Push-in-Federanschluss, bei dem starre oder flexible Leiter mit Aderendhülse werkzeuglos in den Anschlussraum geschoben werden. Bei flexiblen Leiterenden ist allerdings ein Öffnen der Klemmfeder erforderlich. Dieser Vorgang ist mit zwei Händen nicht ganz einfach auszuführen. Damit wurde die Idee für die Push-X-Technik von Phoenix Contact geboren.
Flexible Leiter einfach und werkzeuglos anschließen
Die Steckverbinder XPC 1,5 sind die ersten Leiterplatten-Komponenten mit dem Push-X-Anschluss. Flexible Leiter der Klasse 5 von 0,5 bis 1,5 mm² können ohne Aderendhülse direkt eingesteckt werden. Das hilft besonders bei der Verdrahtung im Feld, wenn die richtige Crimpzange für die Aderendhülse nicht zur Hand ist. Der Anschluss von starren und flexiblen Leitern mit Aderendhülse ist auch weiterhin möglich. Beim ersten Einführen der Leiter überrascht der geringe Kraftaufwand, der für den Anschluss notwendig ist.
Bildergalerie
Wie unterscheiden sich Push-X und Push-in?
Der prinzipielle Aufbau von Push-X und Push-in ist sehr ähnlich. Bei beiden Anschlussarten sind Buchsenkontakte, Schenkelfedern zur Leiterklemmung und Betätigungselemente verbaut. Der Auslieferungszustand der Schenkelfeder ist bei Push-in-Produkten jedoch geschlossen. Somit muss der Leiter bei Push-in die Feder erst nach oben drücken, was höhere Einführkräfte verursacht. Bei Push-X ist der Klemmraum bei Auslieferung geöffnet. Ein zusätzliches Halteelement bei Push-X sorgt für die Fixierung der geöffneten Feder (Bild 1).
Kraft- und werkzeuglose Direktstecktechnik
Der Push-X-Anschluss beruht auf dem Prinzip der Mausefalle. Die Schenkelfeder ist geöffnet und der Leiter wird eingeführt. Dieser trifft auf das empfindliche Auslöseelement, das daraufhin die vorgespannte Schenkelfeder freigibt. Die Feder schnappt unter einem akustischen Signal zu und presst den Leiter fest gegen den Strombalken des Steckerverbinders für eine langzeitstabile Verbindung. Gleichzeitig schwenkt das orange Betätigungselement nach oben und signalisiert den geschlossenen Klemmraum (Bild 2).
Auslösemechanismus: Sensibel und sicher
Um zu verhindern, dass die Mausefalle bei Erschütterungen ungewollt auslöst, musste bei der Konstruktion der richtige Kompromiss gefunden werden. Auf der einen Seite soll die Auslösung sehr sensibel sein, um den Anschluss von sehr kleinen Leiterquerschnitten zu ermöglichen und um die Bedienkräfte niedrig zu halten. Auf der anderen Seite stehen die Umgebungs- und Transportbedingungen, die keine ungewollten Auslösungen der Schenkelfeder hervorrufen sollen.
Die Steckverbinder XPC 1,5 wurden ausgiebigen Klima-, Vibrations- und Falltests unterzogen, um sicherzustellen, dass sie mit geöffneten Klemmräumen beim Anwender ankommen und die Sicherheitsanforderungen der IEC 61984 erfüllen. VDE- und UL-1059-Zulassungen bescheinigen das Qualitätsniveau dieses Produkts.
Häufiges Anschließen des Leiters bestätigt
Die DIN EN 60999-1 fordert fünfmaliges und die UL 1059 zehnmaliges Anschließen und Lösen des größten Leiterquerschnitts. Auch nach 25 Beschaltungsvorgängen wurde im Labor keine Verschlechterung festgestellt.
Das Öffnen des Klemmraums erfolgt durch Herunterdrücken des orangenen Betätigungselements, bis es in der unteren Position einrastet. Damit ist die Schenkelfeder automatisch für den nächsten Anschlussvorgang vorbereitet.
Die Serie XPC 1,5 ist kompatibel mit dem bestehenden Produktprogramm im Raster 3,5 mm des Herstellers aus Blomberg. Dabei kann der XPC-Steckverbinder mit einer bestehenden horizontalen und vertikalen Grundleiste kombiniert werden. Mit der Serie XPC 2,5 sollen noch in diesem Jahr weitere Produkte mit Push-X-Technik für größere Leiterquerschnitte (Bild 3) folgen.
Elektrische Funktionsprüfung in der Applikation
Neben der Push-X-Technik überzeugen die Leiterplattensteckverbinder mit weiteren praktischen Vorteilen. So ist der Steckverbinder XPC 1,5 z. B. mit Prüföffnungen auf der Oberseite ausgestattet, die eine elektrische Funktionsprüfung in der Applikation ermöglichen. Mit 1-mm-Prüfspitzen kann direkt auf dem Strombalken der jeweiligen Pole kontaktiert werden (Bild 4).
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Fazit Push-X: Komfort und Schnelligkeit
Die Push-X-Technik bringt Komfort und Schnelligkeit in die Installation: Geringe Leiteranschlusskräfte begeistern die Anwender. Der Leiteranschluss wird optisch und akustisch bestätigt. Leiter können ohne Aderendhülse direkt gesteckt werden.
Das spart Zeit und Geld und ist so einfach, dass die Vorgänge problemlos automatisierbar sind.
Eine Videoanimation für den Push-X-Anschluss kann unter www.phoenixcontact.com mit dem Webcode #3261 aufgerufen werden. (kr)
* Jörg Lampe ist Product Manager PCB Connectors bei Phoenix Contact in Blomberg.