Serie HF-Simulation - Teil 2 Praxisgerechte Designvariationen durch parametrische Modelle
Durch numerische Simulation werden Strategien realisiert, die Designverständnis und Optimierung fördern. Dieser zweite Artikel der dreiteiligen Serie zeigt die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.
Anbieter zum Thema

Im ersten Teil dieser Antennen-Artikelserie wurden Techniken aufgezeigt, die das elektromagnetische Hochfrequenzverhalten einer Antenne mit Hilfe der numerischen Simulation am virtuellen Prototypen untersuchen. Im zweiten Teil werden nun parametrische Modelle verwendet, um Designvariationen praxisgerecht zu realisieren. Geometrische Abmessungen und Materialeigenschaften wie Permittivitäten sind durch Variablen gut beschreibbar.
Bei einer Dipolantenne lassen sich die Länge und der Durchmesser verändern. Die Auswirkungen dieser Variationen auf das Verhalten der Dipolantenne sind nachvollziehbar: Die Dipollänge hat eine direkten Einfluss auf die Resonanzfrequenz, sie muss ungefähr eine halbe Wellenlänge betragen. Der Durchmesser wirkt sich aufgrund kapazitiver Kopplung auf den Verkürzungsfaktor aus und hat einen direkten Einfluss auf die Bandbreite der Antenne.
Sampling einer aufwendigen Dualband-Schlitzantenne

Die Software optiSLang, die Sensitivitäten ermittelt und die Optimierung erleichtert, bietet für solche Fragestellungen mit systematischen Parametervariationen eine Ergänzung zur Simulationslösung ANSYS HFSS. Hierbei wird ein Design of Experiment (DOE) durchgeführt, also ein statistischer Versuchsplan (Sampling) erstellt und ausgewertet. Um eine Cluster-Bildung im Sampling zu vermeiden und den Raum der erlaubten Designvariationen möglichst gut abzutasten, wird ein Advanced Latin Hypercube Sampling verwendet, das auch einen Designraum mit vielen Parametern effizient abdeckt.
Die direkte Drag & Drop-Anbindung von optiSLang an ANSYS HFSS innerhalb der Workbench sorgt für effiziente und benutzerfreundliche Parametervariationen. Hierbei stellt die auto-adaptive Vernetzung eine gleichbleibende numerische Genauigkeit sicher, so dass der Einfluss des numerischen Rauschens handhabbar wird.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:43160488)