Optical Bonding bei Displays Präzises Verkleben verbessert die Display-Performance

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Optisches Bonden verbessert die Anforderungen an Lesbarkeit oder Haltbarkeit. Aber das ist nicht alles. Auch die mechanische Stabilität und die thermischen Vorteile verbessern das Display.

Optisches Bonden verbessert nicht nur die Lesbarkeit und die Haltbarkeit eines Displays. Auf die Displayoberfläche werden optisch klare Klebstoffe aufgetragen.(Bild:  Wöhr)
Optisches Bonden verbessert nicht nur die Lesbarkeit und die Haltbarkeit eines Displays. Auf die Displayoberfläche werden optisch klare Klebstoffe aufgetragen.
(Bild: Wöhr)

In anspruchsvollen Anwendungen, sei es in der Medizintechnik, Industrieautomation oder für den Einsatz im Freien, müssen Displays sehr hohe Anforderungen an Lesbarkeit, Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit erfüllen. Das Optical Bonding übernimmt hier einen wichtige Funktion. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das Displaymodule durch optisch klare Klebstoffe wie LOCA (Liquid Optical Clear Adhesive), OCA (Optically Clear Adhesive) oder OCF (Optical Clear Film) stoffschlüssig verbindet.

Durch diese Verklebung werden die optischen und mechanischen Eigenschaften der Displays signifikant verbessert. Die Eliminierung des Luftspalts zwischen Display und Deckglas reduziert interne Reflexionen, wodurch sich die Lesbarkeit bei starkem Umgebungslicht erheblich steigert. Gleichzeitig verbessert sich das Kontrastverhältnis, da störende Spiegelungen minimiert werden. Die erhöhte Lichtdurchlässigkeit sorgt für eine brillante Farbdarstellung und eine gesteigerte Helligkeit des Displays. Diese optischen Vorteile machen Optical Bonding besonders attraktiv für Anwendungen in direkter Sonneneinstrahlung oder stark beleuchteten Umgebungen.

Höhere mechanische Stabilität ...

Neben der verbesserten optischen Leistung profitiert das Display auch mechanisch. Die Verklebung verstärkt die gesamte Struktur und macht sie widerstandsfähiger gegen Stöße, Vibrationen und Kratzer. Zudem bildet das Bonding-Material eine Schutzbarriere gegen Umwelteinflüsse, sodass Staub, Schmutz und Feuchtigkeit nicht in das Display eindringen können. In Kombination mit der Reinraumfertigung wird sichergestellt, dass Einschlüsse bereits während der Produktion ausgeschlossen werden und das Display über seinen gesamten Lebenszyklus eine gleichbleibend hohe Qualität behält.

... und thermische Vorteile

Auch thermische Vorteile spielen eine entscheidende Rolle. Durch die direkte Verbindung der Komponenten kann Wärme effizienter abgeleitet werden, was die Überhitzung des Displays verhindert und die Lebensdauer der elektronischen Bauteile verlängert. Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Eliminierung von Kondensation: Da kein Luftspalt vorhanden ist, kann sich kein Beschlag im Inneren des Displays bilden – eine essenzielle Eigenschaft für Anwendungen in wechselnden Klimazonen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Für Geräte mit Touch-Schnittstellen bringt Optical Bonding zusätzliche Vorteile. Die Berührungsempfindlichkeit und -genauigkeit des Touchscreens können verbessert werden, da sich keine Luftschicht mehr zwischen Sensor und Display befindet. Dies führt zu einer präziseren Reaktion auf Eingaben und einem insgesamt angenehmeren Nutzungserlebnis.

Nicht zuletzt leistet Optical Bonding einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz. Die bessere Lesbarkeit und der erhöhte Kontrast ermöglichen es, die Display-Helligkeit zu reduzieren, ohne die Ablesbarkeit zu beeinträchtigen. Dies senkt den Stromverbrauch und trägt dazu bei, die Laufzeit von batteriebetriebenen Geräten zu verlängern. (heh)

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