Bauteilplatzierung Präzise Bestückung für THT-Komponenten

Redakteur: Franz Graser

Nach wie vor werden fast in jeder Industrie- und Leistungselektronik auch THT-Bauteile (Through Hole Technology) verarbeitet. Der Schweizer Bestückungsspezialist JUKI hat nun seine THT-Systeme weiterentwickelt und bietet die Maschine JM20 für die THT- und Odd-Shape-Bestückung an.

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Die Vermessung durch ein Lasersystem garantiert die exakte Platzierung von Bauteilen, die keine rechtwinklig angeordneten Beinchen aufweisen (links). Bei der konventionellen Kameravermessung werden die Beinchenbreite und der Bauteilmittelpunkt eventuell falsch ermittelt.
Die Vermessung durch ein Lasersystem garantiert die exakte Platzierung von Bauteilen, die keine rechtwinklig angeordneten Beinchen aufweisen (links). Bei der konventionellen Kameravermessung werden die Beinchenbreite und der Bauteilmittelpunkt eventuell falsch ermittelt.
(Grafik: JUKI)

Mit der JM20 können bis zu 200g schwere THT-Bauteile mit einer Grundfläche von 50 x 50 mm und einer maximalen Bauteilhöhe von 55 mm gesetzt werden. Bei einer Aufsetzkraft von bis zu 50 N sind auch Einpressbauteile einfach zu verarbeiten. Neben THT-Bauteilen kann die JM20 auch SMT-Bauteile bestücken.

Zentrale Schlüsselkomponenten des Konzepts sind die Zuführungen. Neben Schüttgut-Feedern in allen Varianten werden auch Axial- und Radial-Zuführungen sowie verschiedenste Stangen- und Tape-Förderer angeboten.

Ein Laser vermisst die Bauteile und ihre Beinchen von ganz unten. So wird ermittelt, wie das Bauteil gesetzt werden muss. Dies funktioniert selbst bei nicht exakt rechtwinkligen Beinchen. Mittels herkömmlicher Kameravermessung würden solche Teile von unten versetzt bestückt. Denn durch die Schräge der Beinchen werden eine falsche Beinchenbreite und ein falscher Mittelpunkt ermittelt.

Sollte ein Teil wegen fehlerhafter Toleranzen nicht korrekt in die Durchkontaktierung passen, so wird der Bestückungsvorgang bei Überschreitung einer eingestellten Krafttoleranz abgebrochen. Das verhindert Folgeschäden.

Undefinierbare Leiterplattenverzüge, etwa durch einen Lötprozess oder andere Leiterplattentoleranzprobleme, lassen sich mittels zusätzlicher lokaler Kameraprüfungen problemlos korrigieren. Hierzu werden gesonderte Marken im Bereich oder die Kontaktstelle selbst erkannt.

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