Leistungselektronik & Photovoltaik

Power Devices und Photovoltaik erobern den Weltraum

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AEG-Telefunken: Raumfahrtpionier der ersten Stunde

Zu den Wegbereitern der ersten Stunde gehörte die in Wedel ansässige AEG-TELEFUNKEN, die im Rahmen der Kooperationen noch im selben Jahr die Abteilung Raumfahrttechnik gründete.

In ihr waren die Aufgaben Vertrieb, Projektierung und Projektmanagement aller raumfahrt-relevanten Aufgaben zusammengefasst. Zum Arbeitsgebiet des zunächst kleinen Teams gehörten die Entwicklung, Qualifizierung und Fertigung von Solarzellen, Solargeneratoren, Energieaufbereitungen und -speicherung, Energieverteilung und Systemtechnik.

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Parallel dazu wurde in Wedel eine Abteilung mit dem Aufgabengebiet „unkonventionelle Energieversorgung“ gegründet.

Am 8. November 1969 war der Satellit AZUR startklar; er hatte ein Gewicht von 72 kg und gilt heute als Gesellenstück der deutschen Weltraumforschung.

Dieser erste deutsche Forschungssatellit wurde auch als GRS A (German Research Satellite) bekannt und und kostete die Bundesrepublik Deutschland rund 80 Millionen DM (40,9 Mio. €).

Olympische Spiele live durch Solartechnik

Mit AZUR untersuchte man die kosmische Strahlung in ihrer Wechselwirkung mit der Magneto-Atmosphäre, das Polarlicht und den Sonnenwind bei Sonneneruptionen. Basis seiner Kraft war die auf der Außenhaut angebrachte Solarzellenanlage mit 40 W Leistung; sie bestand aus 5000 Silizium-Solarzellen, jeweis 2 cm x 2 cm groß, einer Eigenentwicklung von AEG-TELEFUNKEN.

Das Unternehmen in Wedel war derzeit u.a. an INTELSAT IV beteiligt. Das Auftragsvolumen umfasste rund 12 Mio. DM (6,14 Mio €), damit hatte man wesentlichen Anteil am Bau der nachrichtentechnischen Ausrüstung und an der Energieversorgung des Satelliten.

INTELSAT IV nutzte nunmehr 100.000 Solarzellen und sorgte 1972 u.a. für die sichere Übertragung der Olympischen Spiele.

Solartechnik aus Wedel versorgte schließlich auch die Satelliten SYMPHONIE, HELIOS und MARECS (MARitime European Communication Satellite sollte den Funkkontakt für die Schifffahrt verbessern), ebenso wie der TV-SAT, der ab 1985 für den Direktempfang von Fernseh- und Radioprogrammen aus dem Weltraum verantwortlich war.

Im November 1977 wurde der erste europäische Wettersatellit Meteosat (Meteorological satellite ) von Cape Canaveral (USA) aus gestartet. Nach weiteren Starts konnte Meteosat 1987 eine deutlich verbesserte Wettervorhersage bieten.

AEG-Telefunken entwickelte für drei Meteosat-Modelle (plus einen Ersatzsatelliten) deckglas-integrierte Solarzellen. Montiert auf einem Zylinder, lieferte der damit gespeiste Solargenerator 300 W Leistung.

Laut NASA-Bericht ist am 15. Juli 2015 mit MSG-4 (Meteosat Generation 4) ein neuer Wettersatellit (benannt als Meteosat 11) ins All gestartet. Nach Inbetriebnahme wird MSG-4 auch zur Erweiterung der Klimadaten beitragen, die von der Meteosat-Serie seit 1981 über einen Zeitraum von 35 Jahren gesammelt wurden. MSG-4 ist der letzte Satellit der MSG-Reihe, die aus einer erfolgreichen Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hervorgegangen ist.

Die ESA entwickelt die Satelliten nach den Anforderungen von EUMETSAT (Betreiber) und deren Nutzer (30 europäische Mitgliedsstaaten).

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