Profibus-DP-Steckverbinder Plug-and-Play beim Wort genommen

Autor / Redakteur: Manfred Schock* / Kristin Rinortner

Über den Profibus DP kommunizieren die Teilnehmer bitseriell mit Datenraten bis zu 12 MBit/s, was bereits einige Ansprüche an die Spezifikationen der elektromechanischen Verbindungselemente stellt. Dazu kommen Forderungen nach Robustheit und Ausfallsicherheit sowie einfacher und schneller Montage. Mit der I-Net-Steckverbinderfamilie verfolgt Provertha konsequent den Weg des Plug-and-Play.

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Der Profibus gilt als einziges Feldbus-Konzept, das sich sowohl für die Fertigungs- als auch für die Prozessautomatisierung eignet. Während es in der Version PA (Process Automation) aus Sicherheitsgründen mit rund 30 kBit/s recht gemächlich zugeht, stellt der Profibus DP (Decentralized Peripherals) zur bitseriellen Ansteuerung von Sensoren und Aktoren eine Datenübertragungsrate von bis zu 12 MBit/s bereit. Sollen 40 Teilnehmer je Segment mit dieser Datenrate über den Profibus miteinander verbunden werden, erfordert dies recht anspruchsvolle Spezifikationen hinsichtlich Signalgüte, Dämpfung und Reflexion.

Steckbarer Kabelanschluss für eine sichere Installation

Voraussetzung dafür ist eine elektrisch geprüfte und simulierte Auslegung mit entsprechender Leiterführung und Schirmung, also effektive 360-Grad-Schirmung für das Gehäuse und zuverlässiges PCB-Grounding. Die sichere Terminierung wird mit zuschaltbaren Abschlusswiderständen erreicht, während ein steckbarer Kabelanschluss für eine einfache und schnelle Installation sorgt.

Profibus-Stecker mit spezieller EMI/RFI-Schirmung gewährleisten eine gute elektromagnetische Störfestigkeit und tragen zum Erreichen der maximalen Bustransferleistung von 12 MBit/s bei. Darüber hinaus sorgen M12-Busstecker für nur minimale Signalbelastungen bei der Kontaktierung. Das komplette Busstecker-Programm umfasst vier verschiedene Gehäuse-Versionen (90, 180, 35° und 90° kompakt) sowie drei verschiedene Busanschluss-Varianten. Weitere Merkmale sind eine mechanische Lebensdauer von 200 Steckzyklen und ein Temperaturbereich von –20 bis 70 °C.

Feldkonfektionierte Bussteckverbinder

(Archiv: Vogel Business Media)

Marktübliche Busstecker realisieren den Profibusanschluss mit feldkonfektionierten Bussteckern, die eigentlich eine qualifizierte Fachkraft für die Busstecker-Konfektion erfordern, um eine möglichst sicheren Profibus-Anschluss zu gewährleisten (Bild 1).

Bei entsprechend komplexen Fabrikautomatisierungen mit zahlreichen Profibus-Teilnehmern können jedoch auch einer Fachkraft nach dem Anschluss einer großen Zahl von Bussteckern Fehler unterlaufen, so dass die Anlage aufgrund eines falsch angeschlossenen Bussteckers nicht läuft – mit entsprechend hohen Ausfallkosten als Folge.

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