Vergusssysteme Platzsparendes und kostenoptimiertes Pumpensystem
Die Bereiche Kleben und Abdichten in der Elektronikfertigung stellen hohe Anforderungen an die verwendeten Pumpen. Die Exzenterschneckenpumpe VISCO.pump wurde für kleine Bauräume entwickelt.
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Exzenterschneckenpumpen arbeiten mit einem Verdrängersystem, in dem eine Helix verbaut ist. Das Prinzip wurde 1932 von dem Franzosen René Moineau erfunden und ist heutzutage mit eines der wichtigsten Förder- und Dosierprinzipien in der Pumpentechnik. Bei der auf einer Helix basierenden Verdrängerpumpe spricht man von einem Rotor-/Stator-Prinzip, wobei die Verdrängung endlos sowie kontinuierlich stattfindet.
Dreht der Rotor innerhalb des Stators, entsteht ein Unterdruck, wodurch Medien je nach Viskosität angesaugt werden. Je nach Steigung der Flanken entsteht eine genau definierte Kammer oder Kavität. Damit sich die Helix drehen und sich eine Kavität bilden kann, muss das Gegenstück (Stator) die doppelte Steigung haben.
Wird die Kavität mit einem Medium gefüllt, wird dieses Medium durch die rotierende Bewegung von den Flankenflächen je nach Rotationsrichtung sowohl vorwärts als auch rückwärts genau befördert.
Druckoptimierung durch angepasste Geometrien
Die Nachteile bei Exzenterschneckenpumpen liegen vor allem in der Baulänge und dem verwendeten Gelenk. Da die Exzenterschneckenpumpe eine exzentrische Bewegung umwandeln muss, wird entsprechend Raum im Pumpengehäuse benötigt. Ein langes Gelenk erfordert ein großes Volumen des Sauggehäuses und muss, um die Kraft übertragen zu können, besonders robust sein.
Beinlich Pumpen hat sich bei der Entwicklung der Exzenterschneckenpumpe VISCO.pump speziell mit den Geometrien der Pumpe und der Kompensation des Eingangsdruckes befasst. Ziel der Entwicklung war es, den Bauraum erheblich zu verkürzen und somit eine leichte und platzsparende Lösung auf den Markt zu bringen.
Durch die Entwicklung eines neuen Antriebskopplungssystems mit kurz bauendem Gelenk konnte die VISCO.pump erheblich kleiner als bisherige Systeme gestaltet werden. Dadurch ist die Exzenterschneckenpumpe für einen Einsatz an kleinen Dosierrobotern geeignet, da die Fliehkräfte bei schnellen, dynamischen Verfahrwegen keinen Einfluss auf die Pumpe nehmen können.
Die Pumpe ist in der Lage, Flüssigkeiten und Pasten mit bis zu 60 Prozent Füllstoffgehalt genau zu dosieren, wobei die externe Integration der Dosierpumpe unabhängig von Druckreglern ermöglicht wird. Die Dosiermenge kann absolut linear eingestellt werden.
Die Standardabweichung (nach 6σ) der Dosiergenauigkeit sowie die Wiederholgenauigkeit liegt bei ± 1 Prozent und weniger. Eine absolut genaue Kavität sowie ein optimaler volumetrischer Wirkungsgrad der Dosierpumpe erlauben eine „Plug&Go“-Steuerung. Das erleichtert die Bedienung und Handhabung für den Anwender erheblich, was die Kosten für Installationen und Inbetriebnahmen zusätzlich reduziert.
Die Pumpe lässt sich in vielen Industriebereichen einsetzen. Vornehmlich ist sie für das präzise Dosieren sowie das Füllen von Kavitäten konzipiert. Zudem ist sie für das Kleben von Magneten für Motoren und Lautsprechern sowie von LED-Streifen und dergleichen geeignet.
* Michael Köllmann ist Konstruktionsleiter bei Beinlich Pumpen.
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