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Planning Poker – der Ablauf

- Jedes Teammitglied bekommt einen Satz Karten
- Das Team schaut sich alle Projektabschnitte (bei SCRUM: User Stories) an und entscheidet sich für die leichteste, einfachste davon
- Darüber müssen sich alle einig sein
Diese Aufgabe ist nun die Vergleichsaufgabe mit einem Aufwand von 1 Storypunkt. Wir benutzen diese Aufgabe, um alle anderen Aufgaben damit in Relation zu setzen. Die leichteste Aufgabe ist die “1”. Sie werden später sehen, ob das 1 Mannstunde oder 1 Mannwoche ist – aber alle anderen Aufgaben stehen mit dieser in Relation!
Nun beginnt das eigentliche Planning Poker:
- Der Projektleiter (der bei SCRUM den Titel SCRUM Master trägt) stellt den Projektabschnitt (bei SCRUM: die Userstory) vor
- Das Schätzer-Team bespricht den Abschnitt / die Story
- Jedes Teammitglied entscheidet für sich, wie viel Aufwand in dem Abschnitt / der Story steckt
- Alle zeigen gleichzeitig ihre ausgewählte Karte
Wenn alle Teammitglieder die gleiche Karte zeigen, wird die Schätzung erfasst und es geht mit der nächsten Story weiter. Bei großen Unterschieden der gezeigten Werte müssen die Teilnehmer mit den jeweils niedrigstem und höchstem Wert ihre Schätzung begründen. In diesem Gespräch, das nicht länger als 2-3 Minuten dauern soll, findet fürs gesamte Team ein Lernprozess statt. Nach diesen Erläuterungen wiederholt das Team die Schätzung, bis sich alle auf einen Wert geeinigt haben. Bei jeder Schätzung darf jedes Teammitglied die Karte legen, die ihm in dieser Situation am sinnvollsten erscheint (und nicht notwendigerweise immer dieselbe).
Am Ende haben Sie für jeden Arbeitsschritt (bei SCRUM: für jede User Story) einen vom Team gemeinsam geschätzten und somit teamweit getragenen Aufwandswert, in Relation zum einfachsten Arbeitsschritt. Wenn Sie diesen zeitlich bestimmen können (zum Beispiel, indem Sie ihn sofort erledigen lassen und die Zeit stoppen), kennen Sie auch den Aufwand für alle anderen Aufgaben – und somit in der Summe auch fürs Gesamtprojekt.
Die Erfahrungen mit dem Planning Poker waren immer ausgesprochen positiv. Das Team hat sehr gut verstanden, was alles beim kommenden Projekt auf sie wartet. Eine typische Aussage von Teammitgliedern lautet: „So gut habe ich die einzelnen Aufgaben vorher nie verstanden“.
* Gregor Groß ist Geschäftsführer des Berliner Elektronik-Designhauses alpha-board.
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