Kickstarter PiDrive-Erweiterung gibt dem Raspberry Pi einen mSATA-Anschluss

Von Sebastian Gerstl

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Schnelle Festplatten für den Single-Board-Computer: Da das Raspberry Pi im Auslieferungszustand keinen SATA-Anschluss besitzt, bietet das Kickstarter-Projekt PiDrive nun die Möglichkeit, diesen kostengünstig nachzurüsten.

https://www.kickstarter.com/projects/2073955313/pidrive-low-power-msata-ssd-for-the-raspberry-pi?ref=nav_search(Bild:  Bud Griffin/Kickstarter)
https://www.kickstarter.com/projects/2073955313/pidrive-low-power-msata-ssd-for-the-raspberry-pi?ref=nav_search
(Bild: Bud Griffin/Kickstarter)

Bei dem PiDrive genannten Crowdfunding-Projekt handelt es sich um eine Erweiterungsplatine, auf der sich ein Anschluss für mSATA-Massenspeicher befindet. Das Board wird die über die GPIO-Pins auf dem Raspberry Pi aufgesteckt und ist so bemessen, dass es nicht über die Anschlussmöglichkeiten oder Kanten des Raspberry Pi hinausragt. Dabei werden die GPIO-Pins direkt durch die Erweiterungsplatine durchgeführt und können so weiterhin für Anschlüsse benutzt werden. Das PiDrive ist auf Raspberry-Pi-Modelle ausgelegt, die über 40 GPIO-Pins verfügen, und soll daher mit den Raspberry Pi B+, A+, and B+ v2 funktionieren.

Angebunden wird der Massenspeicher über einen USB-zu-SATA-Adapterchip, der über einen angepassten USB-Verbinder am Raspberry Pi angehängt wird. Dieser Adapter soll alle eingängigen Kommandos, einschließlich Trim- und Smart-Befehle, unterstützen und sogar RAID-fähig sein. Trotz der USB-Verbindung verspricht das Projekt, dass der Zugriff auf den mSATA-Speicher schneller erfolgen soll als bei einem regulären USB-Speicherstick. Begründet wird dies mit der Technik in den SSD-Speichermedien, deren I/O-Transfers nicht komplett über die CPU abgewickelt werden müssten.

Das PiDrive liegt flach auf dem Raspberry Pi auf und ist so bemessen, dass es nicht über den Einplatinenrechner hinausragt. Die GPIO-Pins können weiterhin als Anschlüsse verwendet werden.(Bild:  Bud Griffin/Kickstarter)
Das PiDrive liegt flach auf dem Raspberry Pi auf und ist so bemessen, dass es nicht über den Einplatinenrechner hinausragt. Die GPIO-Pins können weiterhin als Anschlüsse verwendet werden.
(Bild: Bud Griffin/Kickstarter)

Für den Anschluss einer mSATA-Karte werden bei den gängigen Raspberry-Pi-Betriebssystemen keine zusätzlichen Treiber nötig sein. Ein direktes Booten von der mSATA-SSD ist allerdings dennoch nicht möglich, das OS muss weiterhin von einer eingelegten SD-Karte gestartet werden.

Das PiDrive ist nicht die erste USB-to-SATA-Erweiterungsplatine für das Raspberry Pi, allerdings bislang die deutlich günstigste: Unterstützer des Kickstarter-Projekts erhalten das Board, inklusive USB-Verbinder und SD-Karte für den Bootloader, ab 29 US-$. Für 58 US-$ erhalten Backer zusätzlich noch ein eigenes LEGO-Gehäuse für die Platine, ab 79 US-$ wird eine 128 GByte mSATA-SSD beigelegt..

Die für das Crowdfunding angesetzte Mindestsumme von 10.000 US-$ wurde bereits innerhalb von drei Tagen erzielt. Unterstützer des Projekts sollen das PiDrive ab November 2015 erhalten. Nach Ablauf des Kickstarters sollen darüber hinaus die Designunterlagen für die Platine unter eine Open-Source-Lizenz öffentlich zugänglich gemacht werden.

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