Bussystem im Automobil Oszilloskope von Keysight decodieren CXPI-Protokoll

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Das CXPI-Protokoll soll LIN im Automobilbau ersetzen, da es leistungsstärker und zuverlässiger ist. Außerdem bietet es die gleichen Funktionen wie das CAN-Protokoll. Für Entwickler hat Keysight für CXPI eine entsprechende Option in petto.

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Für seine Oszilloskope der Serien InfiniiVision 3000T und 4000 X bietet Keysight Trigger- und Decodieroptionen für das CXPI-Protokoll an.
Für seine Oszilloskope der Serien InfiniiVision 3000T und 4000 X bietet Keysight Trigger- und Decodieroptionen für das CXPI-Protokoll an.
(Bild: Keysight Technologies)

Fehler in Bussystemen eines Autos müssen schon während der Entwicklungsphase erkannt und behoben werden, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellen. Hierfür brauchen Entwickler ein Oszilloskop, das dafür geeignet ist. Zum Beispiels bietet sich Modelle aus der Serie InfiniiVision 3000T oder 4000 X von Keysight an. Für diese Oszilloskope bietet der Hersteller entsprechende Optionen, um auf dem Physical Layer serieller CXPI- (Clock-Extension-Peripheral-Interface-) Busse nach Fehlern zu suchen. Beide Modellserien arbeiten mit Hardware-basierter Decodierung.

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Das CXPI-Protokoll soll LIN möglichst ersetzen

Bei dem Protokoll CXPI handelt es sich um ein serielles Busprotokoll für die nächste Generation von Fahrwerksteuerungssystemen. Dominierend auf dem Markt ist zwar noch LIN (Local Interconnect Network), doch für HMI- (Human-Machine Interface-) Anwendungen, die kurze Reaktionszeiten erfordern, mangelt es ihr oft an der nötigen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Deshalb soll der CXPI-Bus in vielen Anwendungen LIN ersetzen. Das CXPI-Protokoll bietet zum Teil die gleiche Funktionen wie das CAN- (Controller-Area-Network-) Protokoll. Dazu gehören beispielsweise eine UART-basierte Datenverbindung mit nicht-destruktiver Arbitrierung und Extension Error Detection/Recovery.

Eine Grundvoraussetzung für fehlerfreie Datenübertragung ist die Signalintegrität (Physical Layer). Deshalb muss diese verifiziert werden und mögliche Probleme erkannt und behoben werden. Das passende Tool dafür ist das Oszilloskop. Durch die höhere Signalaktualisierrungsrate und schnellere Decodierung nimmt auch die Erfassungswahrscheinlichkeit für zufällige und sporadische Busfehler zu. Zusammen mit den vorgestellten Optionen können die Oszilloskope auf CRC-, Paritätsbit-, Datenlängen-, Inter-Byte-Space-, Inter-Frame-Space-, Sample- und Framing-Fehler triggern.

Keysight bietet die neuen Trigger- und Dekodieroptionen ab Juli an.

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