Sensorik-Konfigurator Online-Tool kombiniert Sensortyp, Kommunikationstechniken und -protokolle

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Mit einem kostenlosen Online-Tool können Nutzer ihr individuelles Sensorsystem konfigurieren. Sensortyp, Kommunikationstechnologien wie 5G und Protokolle können ausgewählt werden.

Die vom Fraunhofer-Institut IPT in Aachen entwickelte Multi-Sensor-Plattform. (Bild:  Fraunhofer IPT)
Die vom Fraunhofer-Institut IPT in Aachen entwickelte Multi-Sensor-Plattform.
(Bild: Fraunhofer IPT)

Wenn Unternehmen von Digitalisierung sprechen, werden Daten benötigt, die ausgewertet werden müssen. Maßgeschneiderte Sensorik hilft dabei. Damit das mit dem maschinellen Lernen klappt, haben Fraunhofer-Forscher ein kostenloses Konfigurationstool entwickelt, mit dem sich Unternehmen über eine Weboberfläche ihr individuelles Sensorsystem zusammenstellen können.

Das vom Fraunhofer-Institut IPT in Aachen entwickelte Tool „mySensor“ steht kostenlos im Internet zur Verfügung. Die Konfiguration ermöglicht die Auswahl von Komponenten wie Sensortyp, Kommunikationstechnologien und -protokollen. Durch die Abfrage von Eigenschaften wie Batterielebensdauer, Art der Verarbeitungsplatine, Gehäuseeigenschaften sowie IIoT-Technologien wie Cloud- und Edge-Schnittstellen kann so die passende Sensoranwendung individuell zusammengestellt werden. Zusätzlich können weitere innovative Kommunikationstechnologien wie Wi-Fi 6E oder 5G konfiguriert werden.

Zuerst Daten erfassen und Anforderungen analysieren

Jedes Digitalisierungsprojekt beginnt mit der Datenerfassung und Anforderungsanalyse. Professionelle IIoT-Sensorik bildet dabei die technische Basis. Die Anforderungen an die Datenerfassung können jedoch von Anwendung zu Anwendung sehr unterschiedlich sein: Für die Verschleißerkennung von Werkzeugen erfolgen beispielsweise Messungen mit Körperschallsensorik und die Messdaten werden mit 5G-Mobilfunktechnologie übertragen. Dagegen können bereits einfache Temperaturmessungen dazu beitragen, die eingesetzte Kühlschmierstoffmenge in Schleifanlagen zu optimieren.

Anforderungen und Ergebnisse im Auge behalten

Bei der Datenerfassung stehen je nach Anwendung die Echtzeitfähigkeit, Key Performance Indikatoren der Anwendung, Erwartungen an die Batterielebensdauer des Sensors bis hin zum Edge Computing im Vordergrund. Mit einer geeigneten Monitoring-Anwendung können die Anforderungen und Ergebnisse im Auge behalten werden.

Die Vorteile einer individuell ausgewählten Sensorik-Anwendung sind deutliche Steigerungen der Verfügbarkeit von Industrieanlagen wie Fräsmaschinen, Pressen oder Schleifanlagen und eine bessere Einhaltung von Qualitätsstandards. Mit passendem sensorischem Monitoring lassen sich vielfältige Verbesserungspotenziale identifizieren und Anwendungen dezentral ausführen.

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