Industrielle Bildverarbeitung Omron erweitert Vision-System um lokal trainierende KI für robuste Fehlererkennung

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Omron bringt ein KI-Update für sein FH-Vision-System. Die neue Fehlererkennung trainiert lokal, senkt Fehlalarme und liefert reproduzierbare Resultate selbst auf reflektierenden, strukturierten oder variablen Oberflächen.

Zylindrische Batterien bei der Inspektion(Bild:  Omron)
Zylindrische Batterien bei der Inspektion
(Bild: Omron)

In vielen Linien kippen heute Störmuster die Bilanz: Schweißspuren, Schatten, wechselnde Texturen oder Reflexionen triggern Prüfsysteme, obwohl das Produkt in Ordnung ist. Das Update zielt genau auf diese Fälle. Es wählt automatisch die geeignetsten Trainingsbilder und baut daraus ein Fehlermodell, das echte Defekte von visuellem Rauschen trennt. Laut Omron fallen damit weniger Bilder für ein belastbares Setup an, die Ergebnisse bleiben konsistent, ohne nachträgliches Finetuning durch Spezialisten.

KI trennt Fehler von Störmustern

Der Algorithmus unterscheidet gezielt zwischen echten Fehlern und schwierigen Hintergründen. Das adressiert typische Grenzfälle der Inline-Prüfung, etwa ungleichmäßige Oberflächen, Materialübergänge oder spiegelnde Beschichtungen. Nach dem Training liefert das System identische Prüfergebnisse bei identischen Daten. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit im Betrieb und vereinfacht Freigaben in qualifizierten Umgebungen.

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Acht Kameras pro Controller

Für mehr Perspektiven bindet ein FH-Controller bis zu acht Kameras, die sich unabhängig voneinander auslösen lassen. So laufen Inspektionen simultan oder asynchron, etwa aus verschiedenen Blickwinkeln oder an mehreren Stationen eines Prüfplatzes. Eine Lizenz umfasst alle acht Kanäle, was den administrativen Aufwand senkt und die Skalierung erleichtert.

Die Inbetriebnahme folgt einem klaren Ablauf. Zuerst entstehen Referenz- und Fehlerbilder, die das Spektrum der realen Produktion abbilden. Danach markiert die Annotation die relevanten Stellen so, wie man es einer Kollegin oder einem Kollegen zeigen würde. Anschließend startet das selbstlernende Training per Klick. Weil die Auswahl der Trainingsbilder automatisiert erfolgt, sinkt das Risiko, dass Verzerrungen aus der Bildauswahl in das Modell wandern.

Regelbasiert plus KI

Omron kombiniert im FH Vision System klassische, regelbasierte Prüfungen mit KI-Bausteinen. Das erlaubt flexible Strategien: Wo Regeln schnell und zuverlässig greifen, bleiben sie bestehen. Wo Variabilität dominiert, übernimmt die KI. Die Hardware ist für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. Ein unbefristetes Lizenzmodell stellt die Nutzung langfristig sicher, ohne laufende Abonnements und ohne spezielle Programmierung. (mc)

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