Acht Jahrzehnte Otto Dunkel ODU: Vom Drahtfederkontakt zu High-End-Steckverbindern

Von Kristin Rinortner

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Ein Strauchbesen inspirierte Otto Dunkel bei der Entwicklung eines neuen Kontaktes – dem Drahtfederkontakt. Aus den Ideen Mitte der 1930er Jahre entstand ein international agierender Spezialist für High-End-Steckverbinder. Heuer feiert das Unternehmen Otto Dunkels sein 80-jähriges Bestehen.

Erster Drahtfederkontakt: Von einem Reisigbesen inspiriert entwickelte Otto Dunkel einen neuen, zuverlässig kontaktierenden Kontakt aus Drahtfeder und Stift. Diese Innovation bildete die Basis für die spätere Firmengründung.(Bild:  ODU)
Erster Drahtfederkontakt: Von einem Reisigbesen inspiriert entwickelte Otto Dunkel einen neuen, zuverlässig kontaktierenden Kontakt aus Drahtfeder und Stift. Diese Innovation bildete die Basis für die spätere Firmengründung.
(Bild: ODU)

Als Leiter der Forschungswerkstatt der Deutschen Reichspost widmete sich Otto Dunkel im Winter 1936/37 dem Bau der ersten Ionosphärensender. Beim Senden gab es große Probleme mit den Steckkontakten der Sendeanlagen, da die marktgängigen Modelle keinen gleichbleibenden Übergangswiderstand ermöglichten.

Für diese Kontaktprobleme suchte er eine Lösung – und fand diese auch. Ein Reisigbesen inspirierte ihn zum ersten Drahtfederkontakt.

„Es muss im Jahre 1937 gewesen sein, ich stand an meinem Fenster und schaute auf den Hof des Reichspostzentralamtes. Ich war recht verzweifelt darüber, dass ich nicht vorwärtskam. Da sah ich auf dem Hof einen Mann mit einem Strauchbesen, mit dem er das Laub kehrte. Das gab mir den Gedanken für einen neuen Kontakt: Es ist unmöglich, einen Kontakt zu schaffen mit zwei ebenen Flächen, die immer auf der ganzen Fläche anliegen und somit immer den gleichen Übergangswiderstand bringen, aber auch den gleichen Kontaktdruck ausüben. Warum also den Kontakt nicht gleich in Linien aufteilen, wie der Erfinder des Strauchbesens es auch mit den einzelnen Reisigen gemacht hat?“

Drahtfederkontakt: Konstanter Übergangswiderstand und Kontaktdruck

Bild 1: Das Gründungsgebäude von ODU 1942. Im Namen ODU ist der Firmengründer Otto Dunkel verewigt.(Bild:  ODU)
Bild 1: Das Gründungsgebäude von ODU 1942. Im Namen ODU ist der Firmengründer Otto Dunkel verewigt.
(Bild: ODU)

Was 1936/37 mit der Idee des Ingenieurs Otto Dunkel zur Herstellung von zuverlässig kontaktierenden Drahtfederkontakten begann, hat sich seit der Firmengründung 1942 rapide weiterentwickelt (Bild 1).

Das Firmenethos und die Innovationskraft des Gründers bilden die Grundlage des nach wie vor privat geführten Familienunternehmens – in den drei Buchstaben ODU lebt als Namenskürzel das Vermächtnis des Firmengründers fort.

Das Unternehmen mit Hauptsitz im bayrischen Mühldorf agiert heute als Spezialist für High-End-Steckverbinder und hochwertige Systemlösungen. Im Geiste von Otto Dunkel sind die Experten speziell bei komplexen technischen Problemstellungen gefragt.

Nicht zuletzt durch eigene Prüf- und Forschungslabore, zertifizierte Produktionsverfahren und die hohe Fertigungstiefe im eigenen Unternehmen sind die Mühldorfer zuverlässiger Partner mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

ODU: Die Produkt-Highlights aus den letzten zwei Jahren
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Der für die Firma charakteristische Pioniergeist ermöglicht es zudem, für künftige Herausforderungen entsprechende Lösungen parat zu haben. So ermöglichen beispielsweise die Systemlösungen für Glasfaser-Steckverbinder die störungsfreie Übertragung hoher Datenmengen sowohl über große Entfernungen wie auch in rauen Umgebungen, bei hohen Temperaturschwankungen oder im magnetischen Umfeld.

Auch nach 80 Jahren stehen die Zeichen auf Wachstum

Bild 2: Aktuelle Erweiterungen in Mühldorf. Das neue fünfstöckigen Gebäude für die Dreherei samt Laboren und Büros baut erstmals in die Höhe. Zeitnah entsteht auch eine zusätzliche Montagehalle.(Bild:  ODU)
Bild 2: Aktuelle Erweiterungen in Mühldorf. Das neue fünfstöckigen Gebäude für die Dreherei samt Laboren und Büros baut erstmals in die Höhe. Zeitnah entsteht auch eine zusätzliche Montagehalle.
(Bild: ODU)

Der Verbindungstechnik-Spezialist wächst auch im 80. Gründungsjahr weiter und investiert allein am Firmensitz knapp 60 Mio. Euro. Mit dem neuen fünfstöckigen Gebäude für die Dreherei samt Laboren und Büros baut man erstmals in die Höhe (Bild 2). Zeitnah entsteht auch eine zusätzliche Montagehalle.

Das 80. Firmenjubiläum feiert das Unternehmen mit den Mitarbeitern im Rahmen eines großen Betriebsfests am 22. Juli 2022. Nach der entbehrungsreichen Pandemie-Zeit soll die Tradition gepflegt werden, zusammen hart zu arbeiten, aber auch zu feiern. Schließlich sind die Beschäftigten mit ihrem langjährigen Know-how das wichtigste Fundament zur Fortsetzung der 80-jährigen Erfolgsgeschichte.

Das zeigt sich sowohl in vielen Gemeinschaftsaktivitäten, einem familiären Umgang, umfassenden Karriere- und Weiterbildungsangeboten wie auch in einer hohen Ausbildungsquote in zwölf technischen und kaufmännischen Berufszweigen. Der Steckverbinder-Spezialist kooperiert dazu mit den umliegenden Hochschulen und bietet vier duale Studiengänge an.

Bild 3: Das Firmengelände des Firmenhauptsitzes in Mühldorf heute.(Bild:  ODU)
Bild 3: Das Firmengelände des Firmenhauptsitzes in Mühldorf heute.
(Bild: ODU)

Bei ODU arbeiten aktuell weltweit über 2.500 Beschäftigte – 1.400 davon am Hauptstandort Mühldorf am Inn. Weitere Produktionsstätten befinden sich in Rumänien, den USA, Mexiko sowie China.

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