TSMC sei dank Nvidia behebt Designfehler in Blackwell und geht in Massenproduktion

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Die neuesten Blackwell-KI-Beschleuniger hätten einen Designfehler gehabt, der nun behoben sei, bestätigt Nvidia-CEO Jensen Huang. Der führte zu Produktionsverzögerungen und niedrigen Ausbeuten. TSMC half dabei, sodass nun auch die Fertigung der GPUs hochgefahren werde. Wird nun die hohe Nachfrage gestillt werden?

Nvidia kann nun mehr Blackwell-GPUs produzieren.(Bild:  Nvidia)
Nvidia kann nun mehr Blackwell-GPUs produzieren.
(Bild: Nvidia)

Die Blackwell B100- und B200-GPUs von Nvidia nutzen TSMCs CoWoS-L-Packaging-Technologie. Diese basiert auf einem RDL-Interposer mit lokalen Silizium-Interconnect-Brücken (LSI), die Datenübertragungsraten von etwa 10 TB/s ermöglichen. Die Platzierung dieser Brücken ist entscheidend. Eine Diskrepanz in den thermischen Ausdehnungseigenschaften zwischen den GPU-Chiplets, LSI-Brücken, dem RDL-Interposer und dem Motherboard-Substrat führte jedoch zu Verformungen und Ausfällen. Nvidia musste daher die oberen Metallschichten und Unebenheiten des GPU-Siliziums anpassen, um die Produktionsausbeute zu erhöhen.

Nvidia: TSMC ist nicht schuld, sondern wir

Der Designfehler, der im März dieses Jahres erstmals auftrat, führte zu erheblichen Produktionsproblemen der B100- und B200-KI-Beschleunigern und verzögerte die Markteinführung der Blackwell-Chips um mehrere Monate. Huang erklärte, dass der Fehler vollständig auf Nvidia zurückzuführen sei und nicht auf TSMC, wie ursprünglich spekuliert wurde. „Es war zu 100 Prozent unser Fehler“, sagte Huang und lobte die Unterstützung von TSMC bei der Lösung des Problems.

Die Korrektur des Fehlers erforderte die Neugestaltung der Masken für die Blackwell-GPUs, was mehrere Monate in Anspruch nahm. Dank der schnellen Reaktion und der technischen Expertise von TSMC konnte die Produktion jedoch wieder aufgenommen werden. Erste Systeme mit den korrigierten Blackwell-Chips wurden bereits an prominente Kunden wie Microsoft und OpenAI ausgeliefert.

Nachfrage bleibt dennoch höher als das Angebot

Die Blackwell-Chips, die auf dem 4-Nanometer-Fertigungsprozess basieren, sind nun bereit für die Massenproduktion und sollen im vierten Quartal dieses Jahres in großen Stückzahlen verfügbar sein. Nvidia hofft, mit diesen leistungsstarken KI-Beschleunigern seine Marktführerschaft weiter auszubauen und die steigende Nachfrage nach KI-Lösungen zu bedienen. Große Anbieter wie AWS, Google, Microsoft und OpenAI hätten Anfang des Monats bereits die ersten Blackwell-Systeme erhalten.

Die Massenproduktion der Nvidia Blackwell-GPUs wird zwar die Verfügbarkeit verbessern, aber die Nachfrage bleibt dennoch höher als das Angebot. Nvidia plant, im vierten Quartal 2024 etwa 450.000 Blackwell-GPUs zu produzieren. (mc)

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