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Die Funktion des Systems
Herzstück der Kamera bildet der 3-D-Bildaufnehmer, der die Messung der Lichtintensität und Signalverarbeitung beinhaltet (On-Chip-Lichtlaufzeitsystem). Das von einer Lichtquelle ausgesandte modulierte Licht beleuchtet eine beliebige Szene. Das reflektierte Licht gelangt über die Optik auf den PMD-Bildaufnehmer. Da der Empfangs-Chip ebenfalls mit der Lichtmodulationsquelle gekoppelt ist, werden die in Elektronen umgewandelten Fotonen in Abhängigkeit vom Referenzsignal getrennt.
Entscheidend für die Tauglichkeit im Automotive-Umfeld ist die bereits im Chip realisierte Unterdrückung von störendem Fremdlicht, z.B. durch Sonneneinstrahlung. Der Bildsensor gewinnt seine Abstandsinformationen direkt im Pixel. Je nach Auflösung erhält man zeitgleich bis zu 40.000 Abstandswerte, die dem 3-D-Bild entsprechen.
Kameraprototypen im Test
Da die 3-D-PMD-Kamerasysteme die Position von Objekten und die zugehörigen, möglichen Trajektorien frühzeitig erkennen, steigt die Zuverlässigkeit der Situationsinterpretation. Der Fahrer kann bestmöglich unterstützt werden. Im Falle einer unvermeidlichen Kollision lässt sich Verletzungsrisiko durch aktive Sicherheitsmaßnahmen minimieren.
Derzeit werden verschiedene PMD-Kameraprototypen in Testfahrzeugen für folgenden Applikationen untersucht: Fußgängerschutz, Fahrerassistenzsysteme, PreCrash, ACC Stop & Go, automatische Notbremse, Gestikbedienung MMI, FMVSS 208 (OOP) und Smart-Airbag.
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