OLED-Displays Neue EBM-Struktur steigert Lebensdauer blauer OLEDs

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Ein neuartiges Zwischenmaterial für OLEDs nutzt Electron Bridge Molecules (EBM) mit einer verdrehten molekularen Struktur. Damit soll sich die Effizienz und die Lebensdauer in blauen phosphoreszierenden OLEDs erhöhen.

Blau phosphoreszierende OLEDs: Ein neuartiges Zwischenmaterial nutzt Electron Bridge Molecules (EBM). Sie sollen die Leistung und die Stabilität eines OLED-Dispalys erhöhen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Blau phosphoreszierende OLEDs: Ein neuartiges Zwischenmaterial nutzt Electron Bridge Molecules (EBM). Sie sollen die Leistung und die Stabilität eines OLED-Dispalys erhöhen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Koreanische Forscher haben ein OLED-Zwischenmaterial entwickelt, das die Helligkeit, Effizienz und Lebensdauer von blau phosphoreszierenden OLEDs deutlich verbessern soll. Blaue OLEDs sind historisch gesehen der schwächste und am schnellsten degradierende Farbbereich im OLED-Spektrum. Das Besondere an dem entwickelten Zwischenmaterial sind die Elektronenbrückenmoleküle (Electron Bridge Molecules, EBM). Diese Moleküle sind spezielle organische Verbindungen, die den Transport von Elektronen innerhalb einer organischen Halbleiterschicht oder zwischen verschiedenen Schichten in elektronischen Bauelementen wie OLEDs erleichtern sollen.

Verdrillte Elektronen-Brücken-Moleküle

Blaue OLEDs sind historisch gesehen der schwächste und am schnellsten degradierdenden Farbbereich im OLED-Spektrum. Ein spezielles Zwischenmaterial soll die Leistung und die Stabilität erhöhen.(Bild:  Korea's UNIST Institute)
Blaue OLEDs sind historisch gesehen der schwächste und am schnellsten degradierdenden Farbbereich im OLED-Spektrum. Ein spezielles Zwischenmaterial soll die Leistung und die Stabilität erhöhen.
(Bild: Korea's UNIST Institute)

Die Forscher verwenden speziell verdrillte Elektronenbrückenmoleküle (Twisted EBMs). Diese Moleküle haben eine verdrehte Molekülstruktur, die anisotrop (richtungsabhängig) angeordnet ist. Diese Struktur erhöht die Flexibilität beim Elektronentransfer: Durch die Verdrillung können die Moleküle besser auf die Ladungsverteilung in der OLED-Schicht reagieren und den Elektronentransport je nach Richtung und Verteilung des elektrischen Feldes optimieren.

Außerdem wird die Rekombination von Elektronen und Löchern außerhalb der Emissionsschicht reduziert. Eine effizientere Ladungstrennung hilft Energieverluste zu vermeiden und sorgt dafür, dass die Rekombination bevorzugt in der Emissionsschicht stattfindet, wo das Licht erzeugt wird.

Materialien auch für anorganische LEDs

Die Forscher berichten, dass die neuen Zwischenmaterialien es ermöglichen, die Betriebsspannung des OLED-Displays zu verringern und damit die Leistungseffizienz um 24 Prozent und die Betriebsstabilität um 21 Prozent zu erhöhen. Die Forscher sagen, dass dieses neue Material auch für anorganische LEDs (einschließlich Mikro-LEDs) verwendet werden kann. (heh)

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