Medizintechnik Exoskelette lassen sich jetzt präziser steuern

Von Margit Kuther 1 min Lesedauer

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Ein neuer Sensor der King Abdullah University of Science and Technology erfasst Befehle des Gehirns präzise.

Schwere Gewichte lassen sich künftig mühelos heben.(Bild:  kaust.edu.sa/en)
Schwere Gewichte lassen sich künftig mühelos heben.
(Bild: kaust.edu.sa/en)

Exoskelette zur Unterstützung der Muskelarbeit und auch bei der Rehabilitation lassen sich künftig dank einer neuen Elektrode präziser bedienen. Das dehnbare Teil erfasst physiologische Signale auf hohem Niveau, ohne vom Zustand der Haut des Benutzers beeinflusst zu werden. Heutige Elektroden sind starr und die Kontahen können durch Schweiß und abgestorbene Hautpartikel verunreinigt werden.

Neues Mikronadel-Array

Forschende um Jae-Woong Jung und Jung Kim King der Abdullah University of Science and Technology haben ein Mikronadel-Array entwickelt, das auf die Haut geklebt wird. Dabei bohren sich feine Nadeln aus goldbeschichtetem Silizium in die obere Hautschicht, die schmerzunempfindlich ist, sodass der Nutzer keine Beschwerden hat.

Die Nadeln stellen einen zuverlässigen Kontakt zu den Steuerströmen her, die vom Gehirn kommen. Da der Sensor flexibel ist, passt er sich den Bewegungen der Haut an. Die Entwickler rechnen damit, dass er die Signale über einen langen Zeitraum zuverlässig erfasst und weitergibt.

Um die Zuverlässigkeit des Sensors zu überprüfen, haben die Forscher das Mikronadelpflaster am Bein eines Benutzers befestigt, wo es die im Muskel erzeugten elektrischen Signale erfasste. Der Sensor schickte die Signale daraufhin an das Exoskelett, eine elektromechanische Unterstützung, die der Proband angelegt hatte. Diese half der Person dann, einen schweren Gegenstand vom Boden aufzuheben, indem sie die erkannte Absicht an einen tragbaren Roboter weiterleitete, sodass dieser via Exoskelett dem Träger helfen konnte, einen schweren Gegenstand mühelos hochzuheben. (pressetext) (mk)

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