Industrial Wireless Nahtloses Roaming in der Werkshalle

Redakteur: Johann Wiesböck

Bei der Wireless-LAN-Lösung von connectBlue wird das Roaming mit äußerst kurzzeitigem Verbindungsabbruch erreicht. Dies geschieht durch die Verwendung von mindestens zwei Wireless Clients bei jedem sich bewegenden Gerät. Damit wird sowohl Roaming als auch Redundanz gewährleistet.

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Der Begriff „Roaming“ stammt aus der GSM-Technologie und bezieht sich auf den Übergang von einem Funknetz zu einem anderen, ohne eine Sprachverbindung zu verlieren.

Seit einigen Jahren wird dieser Begriff auch für die Datenkommunikation bei industriellen Anwendungen verwendet, und zwar bei Systemen, die sich in Bewegung befinden, wie etwa fahrerlosen Transportsystemen (Automatic Guided Vehicles, AGV), oder bei Geräten, bei denen sich die Datenkommunikation der Geräte von einem Access Point zu einem anderen verlagert, falls sich das Gerät in Bewegung befindet.

Allerdings wird bei vielen Wireless-Technologien die Performance in vorhandenen Funknetzwerken bei der erforderlichen Suche nach neuen Wireless-Netzwerken beeinträchtigt. Darüber hinaus muss in den meisten Fällen die vorhandene Funkverbindung beendet werden, bevor eine neue Verbindung zu einem anderen Funknetz aufgebaut werden kann. Durch dieses Beenden verliert das Gerät für kurze Zeit alle Funkverbindungen.

Die Standardlösungen für die Unterbrechung der Funkverbindungen

Eine typische Anwendung wird in Bild 1 gezeigt. In diesem Fall will ein Fahrzeug (Wireless Client) sicherstellen, dass die Verbindung zwischen Netzwerk 1 und Netzwerk 2 in der Handover-Phase zwischen einem Access Point und einem anderen nicht verloren geht.

Bei einem Standard Access Point sucht der Client nach einem verfügbaren Access Point und bucht sich dort ein. Um die Kommunikation mit dem Steuerungssystem aufrechtzuerhalten, verbindet sich der Client möglichst lange mit einem Access Point. Wird das Funksignal zu schwach, sucht der Client nach neuen Access Points, die ein besseres Funksignal bieten.

Wird ein derartiger Access Point gefunden und ausgewählt, beginnt der Client mit dem Einbuchen bei diesem neuen Access Point. Es kann in dieser Handover-Phase zwischen 100 Millisekunden und mehreren Sekunden dauern, bis die Kommunikation aufgebaut ist und wieder reibungslos funktioniert.

Die Lösung von connectBlue nutzt mindestens zwei Wireless Clients

Bei der Lösung von connectBlue wird das Roaming mit äußerst kurzzeitigem Verbindungsabbruch erreicht. Dies geschieht durch die Verwendung von mindestens zwei Wireless Clients bei jedem sich bewegenden Gerät. Der Vorteil der Verwendung von mehreren unabhängigen Geräten liegt in der Kombination von Roaming und Redundanz.

Die Wireless-Geräte in Netzwerk 2 sind standardmäßige Wireless Access Points (AP). Bei den Geräten in Netzwerk 1 handelt es sich um connectBlue Wireless Clients. Die connectBlue-Geräte befinden sich also nur auf der Client-Seite. In Netzwerk 2 kann somit standardmäßige Wireless-Hardware ohne spezifische Firmware verwendet werden.

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