Kehrtwende im Weißen Haus Nach Treffen mit Lip-Bu Tan lobt Trump plötzlich den Intel-Chef

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Nur wenige Tage nach seiner scharfen Rücktrittsforderung dreht sich Trump um 180 Grad: Nach nur einem Gespräch mit Intel-Chef Lip-Bu Tan im Weißen Haus nennt er dessen Karriere eine „tolle Geschichte“. 

Intel und die US-Regierung ziehen wieder an einem Strang.(Bild:  Intel)
Intel und die US-Regierung ziehen wieder an einem Strang.
(Bild: Intel)

Am 11. August 2025 kam es im Weißen Haus zu einem Treffen zwischen Tan, Trump und mehreren Kabinettsmitgliedern. Das Gespräch war der erste persönliche Austausch seit Trumps Rücktrittsforderung wenige Tage zuvor.

Vom „hochgradig konfliktbehaftet“ zur „tollen Geschichte“

Trump sprach nach dem Gespräch von einem „sehr interessanten“ Treffen und lobte Tans Werdegang als „amazing story“. Noch in der vergangenen Woche hatte er Tan auf seiner Plattform Truth Social als „highly CONFLICTED“ kritisiert und zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Warum der US-Präsident nun seine Meinung änderte, ist bislang nicht bekannt.

Intel erklärte, das Gespräch sei „offen und konstruktiv“ verlaufen und man bekräftigte, mit der US-Regierung die Technologieführerschaft der USA auszubauen. Laut Trump sollen Mitglieder seines Kabinetts in den kommenden Tagen mit Tan weitere Empfehlungen erarbeiten.

Positive Reaktion an der Börse

Die überraschende Annäherung wirkte sich auf den Aktienkurs aus: Die Intel-Papiere stiegen im Handel um rund zwei Prozent und legten nachbörslich etwa 2,2 % zu. Am Markt galt die neue Tonlage als Entspannungssignal im Konflikt zwischen Trump und dem Chipkonzern, berichteten mehrere Analysten in ersten Kommentaren.

Ob die Kehrtwende Trumps zu einer längerfristigen Verbesserung des Verhältnisses führt, bleibt offen, zumal sie auf eine Phase scharfer öffentlicher Kritik folgte und für Intels strategische Ausrichtung im US‑Markt erhebliche Bedeutung haben könnte. Mehrere Wirtschaftsmedien verweisen darauf, dass politische und wirtschaftliche Interessen in der US-Chipindustrie weiterhin aufeinandertreffen und künftige Entscheidungen über Zölle und Subventionen für Intel entscheidend bleiben. (mc)

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