Medizintechnik MRT-Scans liefern bei Herzuntersuchungen genauere Testergebnisse ohne Strahlenbelastung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Zur Untersuchung von Patienten, bei denen eine Herzerkrankung vermutet wird, sollte die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) eingesetzt werden. Sie eignet sich laut Wissenschaftlern der University of Leeds besser als die bisherigen Standarduntersuchungen.

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MRT-Gerät: Erkennt Art der Herzkrankheit (Bild: Flickr/Digital Cat)
MRT-Gerät: Erkennt Art der Herzkrankheit (Bild: Flickr/Digital Cat)

Untersuchungen bei 750 Patienten ergaben, dass Krankheiten dank MRT besser erkannt werden und nicht Betroffene auch leichter ausgeschlossen werden können. Darüber hinaus ist dieses Verfahren nicht invasiv und es wird keine Strahlung eingesetzt.

Peter Weissberg von der British Heart Foundation, die die Studie unterstützte, betont gegenüber, dass die Magnet-Resonanz-Tomografie häufiger eingesetzt werden sollte. Koronare Herzerkrankungen entstehen durch eine Verengung oder Blockierung entscheidender Arterien, die das Herz versorgen, durch eine Ansammlung fettreicher Substanzen.

Die Folge sind starke Brustschmerzen, die so genannte Angina pectoris, oder ein Herzanfall, wenn sich der Zustand verschlechtert und nicht behandelt wird. Bei einem Verdacht auf Angina pectoris werden heute meistens entweder ein Angiogramm oder ein SPECT-Test durchgeführt. Bei beiden Verfahren kommt ironisierende Strahlung zum Einsatz.

MRT schlägt SPECT

Für die aktuelle Studie wurden Patienten mit einem Verdacht auf Angina pectoris und zumindest einem Risikofaktor für eine Herzerkrankung mit beiden Bild gebenden Verfahren untersucht. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe eines Angiogramms verglichen.

Der leitende Wissenschaftler John Greenwood betont, dass eindeutig nachgewiesen werden konnte, dass MRI besser ist als der häufiger eingesetzte SPECT-Test. „Nicht nur sind die Ergebnisse genauer, es kommt auch keine ionisierende Strahlung zum Einsatz. Patienten und medizinisches Personal wird so eine unnötige Strahlenbelastung erspart.“ Details der Studie wurden in The Lancet veröffentlicht.

(pressetext)

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