Ein Online-Auftritt ist für Unternehmen unerlässlich. Doch die Wartung kostet viel Zeit, die bei der Produktentwicklung und der Kundenbetreuung verloren geht. Das lässt sich ändern.
Blick iin Conrads Logistikzentrum in Wernberg-Köblitz: es gilt als eine der modernsten Distributionsanlagen in Europa.
(Bild: fotografie thomas knüppel/Conrad Electronic)
Als der führende europäische Einzelhändler Conrad Electronic seinen eigenen Online-B2B-Marketplace für eigene Produkte und Drittprodukte erstellen wollte, wandte sich das Unternehmen an MongoDB aufgrund der Einfachheit der Technologie. Mit dem zunehmenden Wachstum des Marketplace migrierte Conrad Electronic zur Datenplattform MongoDB Atlas, um weitere Skalierbarkeit zu erreichen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Jetzt hostet die Datenbankplattform mehr als sieben Millionen Artikel.
Einen pulsierenden Online-Marketplace aufbauen
Conrad Electronic war stets am Puls der Zeit. Die 1923 in Berlin gegründete Conrad Electronic ist ein bekanntes deutsches Familienunternehmen im Elektronik-Versandhandel, das elektronische Bauteile, Elektrogeräte, Komponenten und komplette IT-Lösungen auf dem deutschen Markt und weltweit vertreibt. Die Conrad Group hat 21 Millionen Kunden in aller Welt und beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeiter in 17 Ländern. 2020 versendete es mehr als 10 Millionen Pakete in über 150 Länder. Weitere Informationen zur Fimengeschichte Conrads bietet der Beitrag: „Conrad – vom Einmannbetrieb zum Omnichannel-Anbieter“.
Der Kern des Geschäftsmodells der Conrad Electronic ist ihre Online-Plattform, die 2017 um einen neuen B2B Marketplace erweitert worden ist, der Verkäufe durch Dritte ermöglicht, derzeit 650 Anbieter umfasst.
„Wir hatten unseren Schwerpunkt auf B2B verlagert und mussten eine neue Quelle von Echtzeit-Produktdaten erstellen, um den Kaufprozess für unsere Kunden zu verbessern“, erklärt Tobias Baumgart, ehemaliger Technology and Architecture Director bei Conrad Electronic. „Unsere neue Funktion als Plattform für andere Anbieter brachte unterschiedliche Anforderungen mit sich, und wir benötigten mehr Flexibilität, um dieser Herausforderung gerecht werden zu können.“
Dieser neue Marketplace dient außerdem als Plattform für mehr als 800.000 eigene Produkte der Conrad Electronic und agiert somit als „One-Stop-Shop“, d. h. als einzige Anlaufstelle für deutsche Käufer von Elektronikartikeln. Angesichts der ständig zunehmenden Anzahl von zu verwaltenden Datenpunkten benötigte Conrad Electronic eine stabile, skalierbare und flexible Datenplattform, um optimale Verfügbarkeit und kurze Reaktionszeiten für das bestmögliche Kundenerlebnis zu gewährleisten. Das ist mit relationalen Datenbanken schwer zu erreichen, weil Einzelhändler und E-Commerce-Anbieter unbeschränkte, komplexe und unflexible Tabellen erstellen müssen, in denen das einfache Hinzufügen von drei Feldern zum Datenmodell bereits mehrere Stunden dauern könnte.
„Wir sahen uns der Herausforderung eines Projekts gegenüber, den neuen Marketplace äußerst schnell implementieren zu müssen, und entschieden uns für den Einsatz der MongoDB Community Edition im Backend, weil wir signifikante Entwickler-Erfahrung mit der Lösung haben und ihre Einfachheit schätzen“, sagt Baumgart. „Nach 18 Monaten war klar, dass wir zu MongoDB Atlas migrieren mussten, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und unseren übergreifenden Wartungsaufwand zu verringern.“
Skalierbar, sicher und leistungsfähig
MongoDB Atlas bietet einen umfangreichen Cloud-Datenbank-Service, der die Datenverteilung, eingebaute Automatisierung zur Ressourcenoptimierung, automatische Skalierung, auf die spezifischen Workloads von Conrad Electronic zugeschnittene Handlungen sowie Datensicherheitskontrollen unterstützt. Das gibt Conrad Electronic die skalierbare, sichere und leistungsfähige Datenplattform, die das Unternehmen benötigt, und eliminiert gleichzeitig unnötige Verwaltungsaufwände. Zudem erweist sich das Datenmodell von MongoDB als besonders nützlich für Conrad Electronic, um hierarchische Produktdaten abzubilden, die mittlerweile auf über 300 GB gewachsen sind.
Das Unternehmen verwendet weiterhin MongoDB Charts, welches ein klares Verständnis von Daten bietet, Korrelationen zwischen Variablen hervorhebt und es für Conrad Electronic einfach macht, Muster und Trends zu erkennen. Diese Visualisierung gestattet dem Unternehmen, Ausgaben für Projekte effektiv zu analysieren und effizienter zu arbeiten. Zusätzlich nutzt Conrad Electronic die Vorteile der Echtzeit Metriken von MongoDB, die Einblicke in Cluster-CPU und Speicherauslastung bieten und außerdem langsame Abfragen sofort hervorheben, was besonders für Lasttests hilfreich ist.
Heute verwendet das Unternehmen MongoDB Atlas auf Google Cloud, um alle Marketplace Daten sowohl für Conrad Electronic als auch ihre Partner zu speichern, einschließlich Microservices für verschiedene Aufgaben wie Produkt, Anwender, Einkaufswagen, Suche und Rechnungsstellung. Jetzt können F&E-Ingenieure, Konstrukteure, Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens, Einkäufer der Elektronikbranche und Reparaturtechniker alle möglichen Elektronikartikel kaufen und austauschen: mit mehr als sieben Millionen aktuell geführten Artikeln.
Stand: 08.12.2025
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„Es ist eine einfache, schnelle und umfassende Datenumgebung, auf der unsere Kaufs- und Beschaffungsplattform als Kern unseres Geschäfts basiert“, fügt Baumgart hinzu. „Sie bietet ein reibungsloses Kauferlebnis und gestattet uns den Fokus auf unsere Kunden. Außerdem haben wir 100 interne Entwickler, die dies als Sandbox für neue Entwicklungen nutzen können.“
„MongoDB ermöglicht es, Prototypen unglaublich schnell zu entwickeln. Dadurch können wir neue Services schnell ausprobieren“, stimmt Janek Wonner zu, Head of SRE & Cloud Technology bei Conrad Electronic. „Das liegt am Datenmodell: MongoDB spricht JSON, was alles weniger kompliziert macht. Bei einem relationalen Setup müssten wir zuerst ein Schema erstellen.“
Schneller, flexibler, ohne Ausfallzeiten
Jetzt hostet MongoDB mehr als sieben Millionen aktive Artikelpositionen (SKUs), sowie Kundeninformationen und Zahlungsdetails. Die Performance ist im Vergleich zum on-premise Betrieb merklich gestiegen, wodurch das interne Entwicklungsteam produktiver arbeiten kann, während das Kundenerlebnis ebenfalls besser geworden ist. Die Umgebung ist in der Lage, zu skalieren, um den erwarteten exponentiellen Bedarf zu decken, wobei „Sharding“ die horizontale Skalierung zu niedrigen Kosten ermöglicht.
„Wir rechnen mit einem astronomischen Wachstum und können die Menge neuer Produkte auf dem Markt nicht beschränken. Es kommen täglich Tausende hinzu, die sofort verfügbar sein müssen“, bemerkt Baumgart. „MongoDB Atlas ist ohne Probleme in der Lage, mit solchen Zahlen klarzukommen.“
Gleichzeitig lässt sich MongoDB Atlas leicht verwalten und warten und benötigt keine speziellen MongoDB Ingenieure. Das bedeutet, dass sich das Entwicklungsteam von Conrad Electronic auf strategischere, wertschöpfende Aufgaben konzentrieren kann, wie beispielsweise die Entwicklung neuer Funktionen, anstatt sich um die Datenpflege zu sorgen. Auf diese Weise stellt das Unternehmen ein besseres Kundenerlebnis sicher. Die Reduzierung der Verwaltungslast, zum Beispiel für Aufgaben wie Cluster Patching, liefert Conrad Electronic eine Einsparung von 240 Arbeitstagen, die einem Vollzeitmitarbeiter entspricht.
„Wir wollen uns auf die Entwicklung und auf unsere Kunden konzentrieren, nicht auf Wartung und Infrastruktur“, sagt Alexander Kaiser, Head of Platform Architecture bei Conrad Electronic. „Insbesondere aufgrund der begrenzten Zahl von Entwicklern müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.“
Weiterhin sind die Cluster von MongoDB Atlas hochgradig verfügbar und haben eine branchenführende Uptime-SLA von 99,995 % sowie ausgezeichneten Support über alle Cloud-Anbieter hinweg, sodass die Produktdaten immer verfügbar sind: „Der Support von MongoDB ist erstklassig. Bis heute haben wir vom MongoDB Team ausschließlich hervorragenden Service erhalten“, bemerkt Kaiser.
„MongoDB ermöglicht schnelle, sofortige Apps für Kunden und E-Procurement mit Echtzeit-Datenabruf ohne Ausfallzeit“, folgert Baumgart. „Das bedeutet, dass wir unseren Kunden, Mitarbeitern und Partner das bestmögliche Erlebnis bieten können, was wir zudem kontinuierlich verbessern, ohne große Ressourcen für die Datenbankverwaltung aufzuwenden.“