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Sichere Mensch-Maschine-Interaktion ist garantiert
Durch die schnellen Auswertungszeiten können außerdem Mensch-Maschine-Interaktionen sicherer gestaltet werden, da Notstopps und andere Reaktionen auf Berührung oder Kollisionen praktisch ohne Verzögerung erfolgen können. Genauer bewegt sich die Reaktionszeit im zweistelligen Mikrosekunden-Bereich. Mögliche Anwendungsgebiete für die optoelektronischen Sensoren sind Landmaschinen, kollaborative Roboter, Automation, Prüfstände oder Schraubautomaten.
Die Sensoren werden in Zukunft mit einer umfangreichen Softwarelösung ausgeliefert. Damit soll sichergestellt werden, dass Daten nicht nur gesammelt, sondern auch direkt ausgewertet werden können. Ein mögliches Anwendungsbeispiel ist die „Predictive Maintenance“, also die vorausschauende Wartung. Anhand von umfangreichen Datensätzen sollen Abweichungen in der Funktion oder Leistung frühzeitig erkannt und entsprechend reagiert werden. So wird eine Maschine gewartet bevor sie ausfällt oder es wird verhindert, dass eine Maschine steht, obwohl eine Wartung noch nicht notwendig wäre.
Mit einer Hard- und Softwarelösung aus einer Hand reiht sich Konux in eine kurze Liste von Herstellern ein, die bisher ähnliche Leistungen anbieten. Auf dem Weg zum Internet der Dinge sind vergleichbare Lösungen allerdings in immer größerer Zahl zu erwarten. Die Hardware mithilfe von Software in bestehende Unternehmensprozesse einzubinden ist praktisch das Grundprinzip der Industrie 4.0. Große Getriebe in Schiffen werden in absehbarer Zeit stärker überwacht werden müssen. Das bereits erwähnte Condition Monitoring stellt hohe Anforderungen an die Sensorik von morgen. Mit den Konux-Sensoren lässt sich das Drehmoment messen. Ein teurer Ausfall wird durch eine durchgehende Überwachung aller Funktionen verhindert.
Die Maschinen voraus- schauend warten
Zugrunde liegt das Konzept der vorausschauenden Wartung. Dahinter steckt die Idee, eine Maschine oder ein Bauteil erst dann zu warten, wenn es auch unbedingt notwendig wird. Damit wird vermieden, bei einem Fehler nicht oder zu spät zu reagieren oder dass oder zu oft vorbeugend gewartet wird. Damit lassen sich Kapazitäten der Anlage voll auslasten und Risiken werden minimiert.
Auf See können Ausfälle zur Manövrierunfähigkeit und damit zu Havarien führen. Solche Schäden lassen sich nur schwer kalkulieren. Deshalb treibt die Versicherungswirtschaft dieses Thema weiter voran. Bevor die optoelektronischen Sensoren auf breiter Front implementiert werden können, müssen sie noch effektiv gegen Störfaktoren in der direkten Umgebung abgeschirmt werden. Außerdem arbeiten die Entwickler noch an einer einfachen Nachrüstbarkeit. Auch müssen die Getriebe samt Sensor auf den Prüfstand, damit diese richtig kalibriert werden können.
* Vlad Lata ist Chief Technology Officer bei Konux und für das Produkt- und Innovationsmanagement zuständig. Philipp Mehl ist bei Konux für die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und den USA zuständig.
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