GUI-Design Mit Microsoft Silverlight Benutzeroberflächen für Embedded-Geräte entwerfen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Microsoft Silverlight für Embedded Compact 7 soll Designern und Entwicklern helfen, visuelle Benutzeroberflächen für neue Embedded-Geräte zu entwerfen. Wir zeigen Ihnen den Einstieg.

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Microsoft hat Silverlight für Windows Embedded in Windows Emedded Compact 7 integriert: Designer und Entwickler sind damit in der Lage, ansprechende visuelle Benutzeroberflächen für neuen Embedded-Geräte zu erstellen. Bisher konnten solche Benutzeroberflächen mit dem Win32-API basierten Funktionen erstellt werden.

An einem Gesamtprojekt sind sowohl Designer als auch Entwickler beteiligt die unabhängig voneinander arbeiten. Die Entwickler konzentrieren sich auf die Programmlogik und die Designer auf die visuelle Gestaltung der Benutzeroberfläche. Für Designer sind vor allem Grafikprogramme wichtige Werkzeuge, erstellen ein Projekt beispielsweise mit Expression Blend. Für die Designs verwenden sie die XML basierte Beschreibungssprache XAML (eXtensible Application Markup Language).

Mit Microsoft Expression Blend lassen sich Grafiken, Animationen und Bedienoberflächen erstellen. Für die Umsetzung der Programmlogik kann Microsoft Visual Studio und der Platform Builder eingesetzt werden. Geschrieben werden die Programme C# und dann in natives C++ umgewandelt. Bevor Silverlight für Windows Embedded verwendet wird, müssen folgende Anwendungen installiert sein: Windows Embedded Compact 7 CTP (Customer Technology Preview), Microsoft Expression Blend 3, Visual Studio 2008 mit SP1 und das .Net Framework 3.5 SP1.

Von der Kommandozeile bis zur Eingabe über Multitouch

In den 1970er Jahren konnten die Software-Entwickler nur über ein Kommandozeilen Interface, die Shell, mit dem Computer kommunizieren. Erst in den 1990er Jahren wurden erste Anwendungen mit dem Graphical User Interface entwickelt. Die Darstellungen und Elemente, wie Symbole, Papierkorb oder Menü, lassen sich mit einer Maus steuern oder bedienen. Es handelte sich dabei um statisch erzeugte Oberflächen.

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Neue Möglichkeiten für User Interface Design

Silverlight für Windows Embedded eröffnet viele neue Möglichkeiten für User Interface Design für Windows Embedded Compact 7-Geräte. Benutzeroberflächen, deren Umsetzung bisher sehr schwierig waren, lassen sich schnell entwickeln. Werden komplexe grafische Oberflächen oder beispielsweise 3-D-Anwendungen gefordert, lassen sich diese in C#/.NET – WPF unter Windows Embedded Standard umsetzen.

Heute müssen die Anwendungen bedienerfreundlich, selbsterklärend und freiverschiebbare Elemente zur Verfügung stellen, die mit Multi-Touch bedient werden können. Ein Beispiel für solch eine Lösung bietet das HTC HD7 oder iPhone. Anwendungen, die das volle Spektrum an Interaktionsmöglichkeiten bereitstellen, werden als User Experience (UX) bezeichnet.

Klare Trennung zwischen Design und Applikations-Entwicklung

Was ist Silverlight? In der Desktop-Version stellt Silverlight eine Untermenge von WPF (Windows Presentation Foundation) dar, dem designierten Nachfolger der WinAPI für die Programmierung grafischer Oberflächen. Dieses Dateiformat ist sowohl für den Mensch als auch für Maschinen lesbar.

Die dahinter liegende Applikationslogik ist in C# geschrieben und kann plattformübergreifend verwendet werden. Das Mono-Projekt bietet mit Moonlight eine Implementierung für Linux, OS X und andere Systeme. Es herrscht eine klare Trennung zwischen den Designern, die dieses XAML basierte Format erstellen und dem Applikationsentwickler, der die Applikationslogik in C# schreibt. Die Designer können sich voll und ganz auf die Entwicklung des Designs konzentrieren, während der Applikationsentwickler nur die Applikationslogik implementiert und nicht das Design nachimplementieren müssen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Vorteile Silverlight-Tools für den Entwickler bieten.

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