Webinar Mit intelligenten IoT-Werkzeugen den Fertigungsprozess verbessern
Im Webinar von ThingWorx und Bosch Software Innovations wird das industrielle Internet der Dinge ganz konkret: Um die Produktionsprozesse im Flugzeugbau zu überwachen und zu verbessern, werden intelligente Werkzeuge eingesetzt, die ihre Daten an IoT-Plattformen liefern.
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In der Flugzeugmontage gibt es keinen Spielraum für Fehler. Deswegen sind Flugzeughersteller bestrebt, ihre Produktionsprozesse zu überwachen und zu dokumentieren und die Qualität stetig zu verbessern. Deshalb spielt die Nachverfolgung, das sogenannte Tracking und Tracing, in der Flugzeugbranche eine ganz zentrale Rolle.
Intelligente Schraubwerkzeuge wie der Nutrunner von Bosch Rexroth sind bereits über WiFi anbindbar, so dass die Position und bestimmte Messwerte des Werkzeugs ausgelesen werden können. Abgeleitet aus der Positionsbestimmung wird automatisch das richtige Drehmoment für die jeweilige Aufgabe gewählt. Damit werden zum Beispiel sicherheitsrelevante Schrauben immer mit der genau vorgeschriebenen Kraft angezogen.
Diese Werte lassen sich zudem automatisch dokumentieren, um die Qualität der Produkte zu sichern und zu prüfen. Künftig sollen sich industrielle Elektrowerkzeuge zum Bohren, Verschrauben, Vermessen oder Löten dank offener Standards lückenlos in ein Gesamtsystem vernetzter Werkzeuge integrieren lassen. Zu den möglichen Anwendungen vernetzter Schraub-, Niet- oder Messwerkzeuge gehören beispielsweise der Bau und die Wartung von Motoren und Flugzeugen.
Bei diesem ersten sogenannten Testbett des Industrial Internet Consortiums (IIC) kooperiert Bosch mit den IT-Unternehmen Cisco und Tech Mahindra. Der Philosophie des IIC gehorchend, werden in den Testbetten bestimmte Anwendungsfälle erprobt. Während die deutsche Industrie-4.0-Plattform an einer übergreifenden Referenzarchitektur arbeitet, die idealerweise alle möglichen Einsatzzwecke in der Industrie abdecken soll, setzt das IIC auf diese Testbetten und einzelne Anwendungsfälle, in denen die Interoperabilität der Techniken konkret erprobt wird.
Die Projektpartner im „Traxk & Trace“-Testbett tragen unterschiedliches Know-how bei: Bosch Rexroth liefert den Funk-Akkuschrauber Nexo. Bosch Software Innovations steuert die für die Datengewinnung und -auswertung nötige Software „Bosch IoT Suite“ bei. Der Nexo sammelt und speichert Schraubergebnisse und überträgt sie per Funk. Tech Mahindra kümmert sich um die Anwendungsprogrammierung. Cisco sorgt durch die Auswertung von Funksignalen für die genaue Positionsbestimmung der Akkuschrauber (Triangulation).
Die Vernetzung der Werkzeuge mit Hilfe der Bosch-IoT-Lösung und die Auswertung der Daten durch die ThingWorx-Plattform erlaubt die durchgängige Nachverfolgung des Produktionsprozesses. Aufgrund der Positionsinformation des Werkzeugs und der ebenfalls genau bekannten Platzierung eines Bauteils, beispielsweise eines Flugzeugs in einer Werkhalle, weiß der Anwender, dass sich das Werkzeug aktuell am Seitenleitwerk befindet. Die Software im Hintergrund übermittelt dann automatisiert, mit welcher Kraft dort Schrauben angezogen werden müssen.
Die Webinar-Referenten Christian Beier von ThingWorx und Kai Hackbarth von der Bosch-Softwaretochter ProSyst zeigen in ihrem Vortrag, wie die Vernetzung funktioniert und welche Aufgaben die Software-Tools von Bosch und ThingWorx dabei übernehmen.
Dabei gehen sie in einer Demonstration auch auf die Funktionsweise der IoT-Plattform ThingWorx ein. Anhand einer Demo wird gezeigt, wie die Programmierung von ThingWorx funktioniert, wie die Geschäftslogik mithilfe von Javascript implementiert wird und wie eine Benutzeroberfläche für die daraus entstehende Anwendung zusammengestellt wird.
Anhand des im Webinar gezeigten Beispieles können Entwickler und Führungskräfte evaluieren, wie sich die Tools für eigene Anwendungen einsetzen lassen. Die Anmeldung ist kostenlos möglich.
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