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LXI-Instrumente in automatisierten Systemen integrieren
LXI-basierte Systeme verfügen typischerweise über Instrumente mit Frontpanel. Ein IVI-Treiber [3] ist im LXI-Standard definiert und daher für jedes LXI-Instrument verfügbar. Da der Standard absichert, dass die Geräte zusammenarbeiten können, sind LXI-Instrumente besonders einfach in automatisierten Systemen zu integrieren.
Schaltsysteme und Schaltkarten mit einem Spannungsbereich bis 300 V sind üblich. Häufig werden 2-Draht-Matrizen und -Multiplexer angeboten, die sich besonders gut für erdfreie Messungen eignen. Der Testdurchsatz ist bedingt durch die Latenzen der Ethernet-Kommunikation und die Interpretation von ASCII-Kommandos in den Instrumenten häufig geringer als bei PXI.
Eine Standardisierung von Funktionstestsystemen ist dann besonders sinnvoll, wenn in einem Unternehmen oder an einem Standort mehrere Systeme eingesetzt werden. Durch geschickte Modularisierung kann eine skalierbare Systemplattform geschaffen werden. So können sowohl einfache und kostengünstige Systeme mit kleiner Kanalzahl, als auch komplexe Hochleistungssysteme mit umfangreicher Funktionalität realisiert werden, ohne dass für jede Testaufgabe gleich ein überdimensioniertes Testsystem beschafft werden muss.
Ein kostengünstiges System kann dabei erweitert und angepasst werden, wenn sich im Laufe seines Lebenszyklus die Anforderungen ändern. Trotz aller Standardisierung müssen im elektrischen Funktionstest häufig Sonderfunktionen in die Systeme integriert werden. Sei es, um prüflingsspezifische Kommunikationsprotokolle abbilden zu können, oder um speziellen Messanforderungen Rechnung zu tragen.
Diesen Aufgaben wird man gerecht durch den Einsatz von Komponenten, die auf Industriestandards basieren sowie durch die Definition von Reserveraum im Testsystem. Auch softwareseitig müssen entsprechende API-Interfaces zur Verfügung stehen. Spezifische Anschaltelektronik kann häufig auch im Prüfadapter untergebracht werden und stört so nicht das standardisierte Systemdesign.
Neben Hardware ist die Software entscheidend
Die Standardisierung von Testsystemen darf vor der Software nicht haltmachen. Diese ist heutzutage entscheidend für die Leistungsfähigkeit und Akzeptanz eines Systems. Der Einsatz kommerzieller Test-Sequenzer, wie beispielsweise NI TestStand, Keysight TestExec SL oder Marvin ATEasy haben sich weitestgehend durchgesetzt, da durch die wiederverwendeten Softwaremodule die Softwarepflege deutlich vereinfacht ist und folglich der Entwicklungsaufwand sinkt. Dies ist von zentraler Bedeutung, da die Entwicklung der Testsoftware zunehmend der entscheidende Kostentreiber bei realisierten Testsystemen und Prüfapplikationen ist.
LXinstruments bietet in seiner Softwareplattform mit dem Operator Interface TSCOE 4 die Unterstützung für die gängigsten Sequenzer an. So kann der Kunde Test Sequenzer und Programmierumgebung entsprechend seiner strategischen Ausrichtung frei wählen.
Die für den kommerziellen Einsatz in der Fertigung erforderlichen Prozessanbindungen und Datenbanken werden vom Systemintegrator ebenfalls angeboten. Eine Anpassung an die jeweiligen Kundenanforderungen ist leicht möglich, da der Gedanke der Modularisierung und Festlegung definierter Schnittstellen auch in der Softwareplattform realisiert ist.
Referenzen
[1] PCI Extensions for Instrumentation, häufig auch als PXI-Express-Variante. Der Standard wird von der PXI Systems Alliance www.pxisa.org gepflegt.
[2] LAN Extensions for Instrumentation. Der Standard wird vom LXI-Konsortium www.lxistandard.org gepflegt
[3] Der IVI-Standard wird durch die IVI Foundation www.ivifoundation.org definiert, sie betreut auch weitere Standards, wie VISA und VXI Plug&Play
* Klaus Diederich leitet den Vertrieb von schlüsselfertigen Funktions- und elektrischen Sicherheitstestsystemen bei LXinstruments in Sindelfingen.
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