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Wenn das Testsystem lokal angepasst wird
Bei hochindividuellen Spezialsystemen ist das oft nur durch längeren Einsatz vor Ort der Spezialisten des Herstellers möglich. Beim Einsatz einer standardisierten Plattform dagegen kann die Inbetriebnahme sehr wohl aus der Ferne ohne die konkrete Hardware vorbereitet werden. Am Fertigungsstandort in Übersee wird von lokalem Personal nur noch die Adaption überprüft, Installation und Verifikation des neuen Ablaufs erfolgt per Fernwartung.
Ähnliches ist bei der Anpassung eines Testsystems an geänderte Anforderungen zu erkennen. Ein individualisiertes System lässt sich häufig ebenfalls nur am Einsatzort kosteneffizient anpassen. Eine Rückverlagerung zum Systemintegrator ist mit erheblicher Ausfallzeit, Transportrisiko und Kosten verbunden. Bei Einsatz einer standardisierten, modularen Systemplattform reicht es häufig aus, eine Reihe von Schaltkarten, Instrumenten und die fertig konfektionierten Kabel zu versenden.
Idealerweise kann das lokale Wartungspersonal die Erweiterungen in das System integrieren. Die Systemverifikation erfolgt mit Hilfe eines entsprechend gestalteten, automatisierten Selbsttests. Selbst wenn die Durchführung der Änderung mit lokalem Personal nicht möglich ist, wird bei einer entsprechenden Standardisierung und Vorbereitung die Verweildauer des anreisenden Technikers vor Ort deutlich verkürzt.
Spart Kosten: Funktionen als Module abbilden
Die Systemplattform mit der Bezeichnung OTP² entstand aus der langjährigen Erfahrung des Systemintegrators LXinstruments und folgt der Idee, immer wieder benötigte Funktionen zu Modulen zusammen zu fassen, die beliebig kombiniert werden können. Ein Modul besteht typischerweise aus einem Instrument oder einer Schaltkarte, mit dem zugehörigen Kabelbaum und einem SW-Treiber oder einer Testschrittbibliothek. Durch die Standardisierung als Produkt können die einzelnen Module unabhängig voneinander gefertigt und zu einem beliebigen Zeitpunkt in das System integriert werden.
Ein Herzstück der Plattform, die die Investitionssicherheit gewährleistet, ist die offene Systemarchitektur mit definierten Schnittstellen. Die Hardware-Module werden über Kommunikationspfade verbunden, die als Industriestandards weit verbreitet sind. Schließlich möchte man gerade an Offshore-Standorten nicht vor unlösbare Probleme gestellt werden, weil eine Systemkomponente veraltet ist.
Die weltweit verschiedenen Märkte stellen auch ganz unterschiedliche Anforderungen an die Systemarchitektur. So wird üblicherweise bei der High-Mix-Fertigung in kleinen Stückzahlen der Entwicklungsaufwand für die Erstellung der Testapplikation optimiert. In der Hochvolumenfertigung, beispielsweise im Automotive-Umfeld, zählt hingegen jede Millisekunde-Testzeit. Hier nimmt man gerne einen höheren Aufwand im Test-Engineering in Kauf, um über die relativ lange Produktlaufzeit die Testzeit zu verkürzen.
Die OTP²-Systemplattform steht aus diesem Grund seit kurzem sowohl in einer PXI- [1] als auch in einer LXI-basierten [2] Variante zur Verfügung. PXI-basierte Systeme bieten sich besonders dann an, wenn die Testzeit optimiert und sehr kompakte Systeme aufgebaut werden sollen. Schaltkarten und Instrumente stehen besonders für Spannungen bis 150 V in großer Auswahl zur Verfügung. Hochdichte Matrix-Schaltkarten basierend auf Reed-Relais bieten in Verbindung mit der PXI-Architektur kürzest mögliche Schaltzeiten.
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