Softwarebasiertes Allroundtalent Mit der VirtualBench setzt NI auf einfache Bedienung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Sie integriert fünf Messgeräte in einem System: Die VirtualBench von National Instruments ist ein Universalmessgerät, das an PC und iPad angeschlossen wird. Künftig soll auch Android unterstützt werden.

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Die NI VirtualBench vereint fünf Messgeräte und lässt sich mit einem PC oder iPad bedienen.
Die NI VirtualBench vereint fünf Messgeräte und lässt sich mit einem PC oder iPad bedienen.
(NI)

Fünf Messgeräte hat National Instruments in seine NI VirtualBench vereint. Doch ist das wirklich neu? Erst im Februar diesen Jahres hat Tektronix mit dem MDO3000 ein Oszilloskop mit sechs integrierten Geräten vorgestellt. Doch National Instruments geht einen anderen Weg. Hierbei handelt es sich auch um eine Boxlösung: ein Universalgerät, das ein Mixed-Signal-Oszilloskop, ein Funktionsgenerator, ein Digitalmultimeter, ein programmierbares Netzteil und digitale I/O kombiniert.

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Doch fehlt hier gänzlich das Bediendisplay. Anwender interagieren mit VirtualBench, indem sie einen PC oder ein iPad anschließen und über Softwareanwendungen kommunizieren. Die Box wird als eigenständige Hardware erkannt, sobald sie an ein System angeschlossen wird.

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Wie es zur VirtualBench von NI kam

Ist das nicht doch ein Boxinstrument wie alle anderen?

Stefan Albert, Group Manager Regional Product Engineering: „Wir haben hier mehrere Messinstrumente in einer Box integriert, allerdings ist das nicht mit einem klassisches Messgerät zu vergleichen, da die Art und Weise, wie der Benutzer mit dem Gerät interagiert, vollkommen anders ist und nicht über Tasten und Drehknöpfe funktioniert sondern über eine intuitive Software, die auf einem iPad oder einem Rechner ausgeführt wird.“

Wie kam es zu dieser Idee?

Die Idee, alle diese Messgeräte in ein Instrument zu integrieren und mit einem intuitiv bedienbaren Nutzerinterface zu kombinieren kam ursprünglich vom CEO und Mitgründer von National Instruments, Dr. James Truchard. Damit wird der softwarebasierte Ansatz von National Instruments konsequent weiter verfolgt.

Chris Delvizis, Senior Product Manager zur Zielgruppe:

„Als All-in-one-Messgerät ist NI VirtualBench von Natur aus extrem vielseitig. Wir haben festgestellt, dass viele Ingenieure nicht immer direkten Zugang zu den Messgeräten haben, die sie benötigen. Ob kleines Unternehmen, großer Konzern oder Hochschullabor, überall stellen Budget und räumliche Gegebenheiten eine Einschränkung dar. Häufig müssen sich Anwender auch Messgeräte teilen oder sie ausleihen. VirtualBench bietet genügend Funktionalitäten und ist dabei so kompakt und kostengünstig, dass jedem Anwender ein Gerät am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Außerdem bietet VirtualBench aufgrund der Integration mit PCs oder iPads eine softwarebasierte Benutzeroberfläche, die intuitiv zu bedienen ist. So verringert sich die Einarbeitungszeit für die richtige Konfiguration des Messgerätes deutlich.“

Schauen wir uns die fünf integrierten Geräte genauer an. Die Box verfügt über acht digitale und bidirektionale I/O-Anschlüsse. Das verbaute Mixed-Signal-Oszilloskop bietet eine Bandbreite von 100 MHz und eine Sample-Rate von 1 GS/s. Zudem lassen sich zwei analoge Signalleitungen anschließen und bis zu 34 digitale Signale.

Der Funktionsgenerator bietet einen Kanal und eine maximale Sinusfrequenz von 20 MHz. Zu den Signalformen gehören neben Sinus, Rechteck, Dreieck, Rampe und DC-Signal. Mit der Verwendung von LabVIEW ist es auch möglich für beliebig geformte Ausgangssignale zu erzeugen. Das digitale Multimeter bietet eine Auflösung von 5½ Bit und kann eine Eingangsspannung bis zu 300 Volt und einen Eingangsstrom von maximal 10 Ampere messen. Das regelbare Netzteil bietet drei Kan äle mit variablen Strom/Spannung (6 V @ 1 A, 25 V @ 0,5 A, -25 V @ 0,5 A)

Mit der VirtualBench ermöglicht es National Instruments, Entwicklern und Ingenieuren mit einer modernen Rechnerplattform zu unterstützen und dazu aktuelle Technologien wie Multitouch-Displays, Multicore-Prozessoren, Wireless-Anbindung und schließlich einfache Bedienoberflächen einzusetzen. Damit lassen sich Schaltkreise einfacher validieren und Fehler effizienter beheben.

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