RFID Mit dem Schlüssel in der Tasche den Motor zünden
Wer RFID hört, denkt meist an Logistikanwendungen oder Nachverfolgung von Produkten oder Containern. Das ist jedoch nur ein Aspekt der RFID-Technologie: „Tatsächlich werden die meisten
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RFID-Chips kommen bereits seit vielen Jahren zur Diebstahlsicherung in Kraftfahrzeugen zum Einsatz. Jetzt sollen sie auch den Bedienungskomfort steigern.
Wer RFID hört, denkt meist an Logistikanwendungen oder Nachverfolgung von Produkten oder Containern. Das ist jedoch nur ein Aspekt der RFID-Technologie: „Tatsächlich werden die meisten RFID-Chips in Kraftfahrzeugen eingesetzt, vor allem zum Diebstahlschutz“, sagt Thomas Rudolph, Product Manager for Car Access and Immobilization bei dem Halbleiterhersteller NXP, früher Philips Semiconductors. „Der Transponder befindet sich im Fahrzeugschlüssel, die Basisstation im Zündschloss“, erklärt Thomas Rudolph. Mithilfe der RFID-Technologie kann der Schlüssel im Falle eines Diebstahles oder Verlustes gesperrt oder das Fahrzeug fahrunfähig geschaltet werden. Die Technologie wurde 1994 am Kfz-Markt eingeführt als Reaktion auf die Forderung der Versicherer nach einem zuverlässigen Diebstahlschutz. Mit Erfolg: Die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland ist seitdem kontinuierlich gesunken.
Jetzt soll RFID auch den Nutzen bei der Komfortbedienung steigern. So lässt sich schon heute ein Autoschloss ohne Fernbedienung entriegeln, es genügt, einfach an sein Fahrzeug heranzugehen, erklärt Thomas Rudolph. Weitere Funktionen vereinfachen dem Nutzer im Innenraum das Leben. „Der Motor kann beispielsweise mit dem Schlüssel in der Hosentasche gestartet werden“, beschreibt Thomas Rudolph ein mögliches Szenario. Zudem können auf dem Schlüssel dank der Speicherkapazität des RFID-Chips beispielsweise Diagnosedaten gespeichert werden, etwa die Fahrzeug-ID, Fehlerdaten oder Reperaturinformationen. Auf diese Weise kann die Werkstatt sofort alle relevanten Daten abrufen oder eintragen, ein Serviceheft wird überflüssig. „Das Speichern des Kilometerstandes bietet zudem Schutz gegen das Frisieren der Kilometerleistung“, ergänzt Thomas Rudolph.
Für Vergessliche: Parkposition des Autos speichern
Künftig soll die Speicherkapazität der RFID-Chips erhöht werden, um dort weitere Informationen ablegen zu können, etwa die Einstellung des Fahrersitzes oder des Infotainmentsystems. Und das ist noch lange nicht alles: „Künftig wird die NFC-Technologie von NXP in Schlüsseln eingesetzt werden“, sagt Thomas Rudolph. NFC (Near Field Communication) ist ein Kurzstreckenfunk, der schnell große Datenmengen übertragen kann. So ließen sich z.B. Ausflüge komfortabel am PC planen und die Route auf den Schlüssel überspielen, der sie wiederum ans Navigationssystem im Auto übergibt. Auch vergessliche Zeitgenossen würden von NFC profitieren: „Beim Abstellen des Fahrzeuges wird die Parkposition im Schlüssel gespeichert. Wenn man sich später nicht mehr erinnern kann, wo man sein Auto abgestellt hat, lassen sich die entsprechenden Daten aus dem Schlüssel auf dem Handy oder einem PDA darstellen“, erklärt Thomas Rudolph.
NXP, Tel. +49(0)40 2899 2118
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