Internet-Browser Microsoft Edge setzt auf HTML5 statt hauseigenem Silverlight

Von Sebastian Gerstl

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Mit dem Erscheinen von Windows 10 führt Microsoft mit Edge den Nachfolger des langjährig geführten Internet Explorers ein. Der neue Internetbrowser soll sich in seiner Funktionalität voll auf HTML 5 stützen. Auf Plugin-basierte Mechanismen soll er dagegen verzichten - dazu zählt auch Microsoft Silverlight.

Umstellung: Anders als der Internet Explorer wird Microsofts neuer Standardbrowser Edge voll auf HTML5 und nicht mehr auf Erweiterungen wie Adobe Flash oder Silverlight setzen.(Bild:  Microsoft)
Umstellung: Anders als der Internet Explorer wird Microsofts neuer Standardbrowser Edge voll auf HTML5 und nicht mehr auf Erweiterungen wie Adobe Flash oder Silverlight setzen.
(Bild: Microsoft)

Wie das Redmonder Softwareunternehmen in seinem Entwicklerblog bestätigt, soll der Edge-Browser auf "HTML Premium Media" setzen. Anders als noch der Internet Explorer 10 wird etwa die W3C-Empfehlung zu Media Source Extension, speziell im BEzug auf adaptives Streaming und Content-Verschlüsselung, erfüllt. Videowiedergabe wird dadurch beispielsweise direkt im Browser möglich, ohne auf Plugins wie Adobe Flash oder Silverlight angewiesen zu sein. Auch die DASH-Spezification der Moving Pictures Experts Group (MPEG) und Common Encryption (CENC).

Dass der neueste Browser aus dem Hause Microsoft die hauseigene Erweiterung Silverlight nicht mehr unterstützen soll kommt etwas überraschend. Allerdings soll auf Silverlight nicht grundsätzlich verzichtet werden. In Windows 10 wird mit Internet Explorer 11 auch noch ein "Legacy-Browser" bereitgehalten. Microsoft hate Silverlight in erster Linie mit dem Blick auf DRM-Schutz (Digital Rights Management) entwickelt und eingesetzt. Die neuen W3C-Empfehlungen und Standards wie DASH oder CENC sollen nun allerdings garantieren, dass Rechteschutz bei Bewegtbildern auch mit dem Einsatz von HTML5 gewährleistet ist.

Content-Protection: Microsoft zeigen, dass im Browser Edge trotz Nutzung von HTML5 der digitale Rechteschutz von Mediainhalten besser gewährleistet ist als in anderen Browsern.(Bild:  Microsoft)
Content-Protection: Microsoft zeigen, dass im Browser Edge trotz Nutzung von HTML5 der digitale Rechteschutz von Mediainhalten besser gewährleistet ist als in anderen Browsern.
(Bild: Microsoft)

Zusätzlich will Microsoft allerdings auch eine Maßnahme namens "Hardware DRM" nutzen. Das Unternehmen hat eine Grafik veröffentlicht die aufzeigen soll, dass der DRM-Schutz mit Edge noch eine Spur tiefgreifender ausfallen soll als bei anderen Webbrowsern. Wie dieser Hardwareschutz allerdings im Detail aussehen soll, dazu schwieg sich das Unternehmen bisher noch aus.

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